Zum Hauptinhalt springen

Direktduelle in der unteren Tabellen-Hälfte

Die vier punktemässig schwächsten Teams der Axpo Super League treffen heute in der 16. Runde, der letzten vor einer dreiwöchigen Pause, in Direktduellen aufeinander.

Besonders gefordert ist Schlusslicht Aarau. Der grosse Umschwung war noch nicht zu erkennen, seit Martin Andermatt Anfang Oktober Jeff Saibene als Cheftrainer abgelöst hat. Gewisse Änderungen mit neuem Assistent, Goalie- und Konditionstrainer, einem Videocoach und einem selbst bezahlten Laufcoach brachten aber mehr Professionalität in den Verein, die Spieler arbeiteten in den Übungseinheiten wesentlich intensiver als noch unter Saibene. Mit Einzelgesprächen versucht Andermatt, den psychologischen Blockaden auf den Grund zu gehen.

Bezüglich der Resultate wirkte sich der Prozess noch nicht aus. Mit den Unentschieden gegen Sion (0:0) und in Neuenburg (3:3 nach 1:3-Rückstand) punktete der FC Aarau erstmals in dieser Saison in zwei aufeinanderfolgenden Partien. Die Chance, dass ein drittes, zumindest nicht negatives Erlebnis dazukommt, ist vorhanden. Das seit der Startrunde sieglose Schlusslicht trifft auf das siebtklassierte St. Gallen. Mit dem ersten Sieg unter Andermatt würde Aarau endlich das erhoffte Lebenszeichen von sich geben.

Ciriaco Sforza hat derzeit eigentlich Grund zur Freude. Die GC-Junioren Charyl Chappuis, Nassim Ben Khalifa und Haris Seferovic sind Stammkräfte der Schweizer U17, die an der WM in Nigeria derzeit für Furore sorgt und Sforza schwärmen lässt. Gleichzeitig verursachen die Absenzen - besonders jene von Ben Khalifa - für Kopfzerbrechen. Nicht weniger als neun Spieler der achtklassierten Grasshoppers fallen für das wichtige Duell gegen den Vorletzten aus Bellinzona aus. Sicher ist, dass heute Abend ein GC-Team auf dem Platz stehen wird, dass in dieser Zusammensetzung noch nie gespielt hat. Dennoch ist für die Grasshoppers, die zuletzt in St. Gallen und Basel Auswärtsniederlagen kassierten, ein Sieg gegen Bellinzona Pflicht. Dadurch würde Sforzas Team den Abstand auf den Gegner auf beruhigende acht Punkte ausbauen.

Für Bellinzona beginnt mit der Partie im Letzigrund ein neues Kapitel, nachdem Trainer Marco Schällibaum zurückgetreten ist. Bei den Kanterniederlagen gegen die Young Boys (1:7) und St. Gallen (0:5) hinterliessen die "Granata" den Eindruck, in derzeitiger Verfassung meilenweit von der Klassierung der letzten Saison (Rang 6) oder einem Cup-Coup (Finalteilnahme 2007/08) entfernt zu sein. Bis zur Verpflichtung des neuen Verantwortlichen, der in der dreiwöchigen Pause gefunden werden soll, steht der bisherige Assistent Davide Belotti an der Linie. Der 37-jährige Italiener, ein ehemaliger ACB-Spieler steht vor seinem ersten und mutmasslich einzigen Auftritt als Chefcoach. Belotti muss nicht auswärts gegen eines der Spitzenteams, sondern "nur" gegen GC antreten. Schwierig wird die Aufgabe allemal.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch