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Didier Cuche Rekordsieger am Hahnenkamm

Didier Cuche hat sich wieder als Meister des Abfahrts-Klassikers am Hahnenkamm gezeigt. Der Romand realisierte in Kitzbühel seinen ersten Saisonerfolg mit fast einer Sekunde Vorsprung vor Bode Miller.

Mit seinem vierten Abfahrtssieg (nach 1998, 2008 und 2010) egalisierte Cuche die Rekordmarke der österreichischen Ski-Legende Franz Klammer, der auf der Streif als einziger ebenfalls viermal gewann (1975 bis 1977 und 1984). Gleich 5 seiner 15 Weltcup-Siege hat Cuche in Kitzbühel realisiert, im Vorjahr hatte er neben der Abfahrt auch noch den Super-G gewonnen.

Je näher die WM in Garmisch-Partenkirchen (ab 8. Februar) rückt, desto besser kommt Cuche in Form. Letztlich fehlte dem Neuenburger Routinier - der mit 36 Jahren und 5 Monaten nun der älteste Sieger eines Weltcup-Rennens überhaupt ist (zuvor Marco Büchel/Lie) - nur ganz wenig, um wie zuletzt 2009 Didier Défago das Double Wengen/Kitzbühel zu schaffen. Letzte Woche in der Lauberhorn-Abfahrt hatte Cuche nur 0,14 Sekunden hinter Klaus Kröll den 2. Platz belegt. Anschliessend hatte der Super-G-Weltmeister von 2009 für Kitzbühel den Schweizer Konter angekündigt und nun höchstpersönlich ausgeführt.

Da vor zwei Jahren Didier Défago auf der Streif triumphiert hatte, sind die Swiss-Ski-Abfahrer beim Klassiker in Kitzbühel seit vier Jahren ungeschlagen. Michael Walchhofer, der 2006 für den letzten Heimerfolg der ÖSV-Abfahrer gesorgt hatte, schied nach rund einer Minute Fahrzeit aus. Durch dieses Malheur musste Walchhofer auch die Führung in der Disziplinenwertung an Cuche abgeben. Da der mit der Nummer 28 gestartete Franzose Adrien Théaux (1,18 zurück) Mario Scheiber noch vom Podest schubste, blieben die Einheimischen vor annähernd 40'000 Zuschauern gar ohne Top-3-Platzierung.

Ein Exploit gelang Ambrosi Hoffmann, der zweitbester Schweizer wurde. Dem Bündner gelang die mit Abstand beste Leistung der Saison und vor allem im untersten Streckenteil ab Hausberg-Kante eine hervorragende Fahrt. Als Achter mit 1,65 Sekunden Rückstand verpasste Hoffmann, der zuvor im Winter nicht über den 18. Platz (Abfahrt in Wengen) hinauskam, die direkte WM-Qualifikation nur um einen Hundertstel.

Ansonsten reichte es von den Schweizern einzig noch Silvan Zurbriggen (13.) - der im Abfahrts-Weltcup Zweiter bleibt, nun aber hinter Cuche (270:279 Punkte) -, in die ersten 15. Beat Feuz fuhr mit Startnummer 40 bei schlechteren (Sicht-)Verhältnissen immerhin noch auf den 18. Rang vor. Carlo Janka, in der Vorwoche in Wengen Dritter in der Abfahrt, blieb nur der enttäuschende 20. Platz, Patrick Küng wurde 22.

Ivica Kostelic, tags zuvor Sieger im Super-G, brachte sich mit dem 11. Rang (wie Zurbriggen auch) in eine hervorragende Lage bezüglich der klassischen Hahnenkamm-Kombination. Nicht am Start der Abfahrt war hingegen Benjamin Raich. Der Österreicher konzentriert sich auf den Slalom am Sonntag. Damit verzichtete Raich auf die Teilnahme an der Kombination, die in Kitzbühel aus Spezial-Abfahrt und -Slalom besteht.

Weltcup-Abfahrt der Männer in Kitzbühel. Schlussklassement: 1. Didier Cuche (Sz) 1:57,72. 2. Bode Miller (USA) 0,98 zurück. 3. Adrien Théaux (Fr) 1,18. 4. Mario Scheiber (Ö) 1,36. 5. Peter Fill (It) 1,38. 6. Christof Innerhofer (It) 1,50. 7. Werner Heel (It) 1,64. 8. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,65. 9. Klaus Kröll (Ö) 1,78. 10. Romed Baumann (Ö) 1,82.

Ferner: 13. Silvan Zurbriggen 2,17. 18. Beat Feuz 2,63. 20. Carlo Janka 2,91. 22. Patrick Küng 3,12. 31. Tobias Grünenfelder 3,93. 34. Cornel Züger 4,59. 41. Vitus Lüönd 5,12. 43. Marc Gisin 5,46. - Ausgeschieden: u.a. Manuel Osborne-Paradis (Ka), Michael Walchhofer (Ö).

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