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Deutschland - England: ein Klassiker, der Emotionen weckt

Heute Sonntag um 16.00 Uhr kommt es an der WM in Südafrika unerwartet früh zum Klassiker zwischen Deutschland und England.

Den Treffer des Amerikaners Landon Donovan hätte es aus englischer Sicht wohl nicht mehr gebraucht. England fiel deswegen auf den zweiten Gruppenplatz zurück, weshalb es schon heute im Achtelfinal auf Deutschland trifft und es zu einem Duell kommt, das besondere Emotionen weckt.

Nicht dass die Engländer Angst hätten. Aber Jermain Defoe, der Torschütze zum 1:0-Sieg im Spiel gegen Slowenien, verriet etwas vom grossen Respekt, als er meinte: "Einigen unserer Spieler wäre es lieber gewesen, gegen Ghana anzutreten." Deutschland gegen England ist nie ein gewöhnliches Spiel, schon gar nicht an einer WM. Andererseits nimmt der Gegner auch etwas vom Druck, den beide Teams in der Vorrunde aushalten mussten. Ein Ausscheiden in der Gruppenphase wäre unverzeihlich gewesen, ein Spiel gegen den grossen Widersacher darf man eher verlieren.

"Jetzt sind die Köpfe frei", war Englands italienischer Coach Fabio Capello nach überstandener Qualifikation für die Achtelfinals überzeugt. Aber dasselbe gilt natürlich auch für die Deutschen. 31 Mal sind sich die beiden Teams schon gegenüber gestanden, 15:10 lautet das Sieg-Verhältnis zu Gunsten der Engländer. An einer WM konnten die Briten von vier Duellen aber nur eines gewinnen: 1966 das legendäre Endspiel mit dem Wembley-Tor.

Die Deutschen sind zudem Spezialisten für die Achtelfinals, die es erst seit 1986 an Weltmeisterschaften gibt. Sie mussten zwar oftmals zittern, aber sie kamen immer weiter, allerdings gegen zumeist weniger namhafte Gegner. "Auch wenn England bisher nicht die allerbeste Form gezeigt hat: diese Mannschaft ist mit hervorragenden Spielern besetzt", weiss Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw. "Ein Wayne Rooney kann plötzlich explodieren. Dieser Mann ist zu allem fähig."

Rooney wird seit längerem von einer Knöchelverletzung geplagt, aber auch im Lager der Deutschen macht man sich Sorgen um einen ihrer ganz wichtigen Spieler. Bastian Schweinsteiger leidet an Muskelbeschwerden im Oberschenkel. Beide dürften jedoch eingesetzt werden, zu wichtig ist die Aufgabe. Zu erwarten ist ein energisch geführter Kampf, worin ein weiteres Problem für Löw lauert. Neben Schweinsteiger sind mit Captain Philipp Lahm, Sami Khedira, Mesut Özil, Cacau und Thomas Müller gleich sechs Spieler mit einer Gelben Karte vorbelastet. Wer eine weitere Verwarnung kassiert, ist im Viertelfinal gesperrt. Und dort wartet als Gegner Argentinien (oder Mexiko). Dafür steht Stürmer Miroslav Klose nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung.

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