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Cancellaras Leistung unbelohnt - Gold für Australien

Fabian Cancellara war der Stärkste im Feld, doch zu einer WM-Medaille reichte es ihm trotzdem nicht.

Der Berner beendete die Strassen-WM in Mendrisio auf dem 5. Schlussrang, was für ihn einer Niederlage gleichkam. Neuer Weltmeister wurde Cadel Evans, der sich in der letzten der 19 Runden abgesetzt hatte, vor dem Russen Alexander Kolobnew und dem Spanier Joaquin Rodriguez triumphierte und als erster Australier WM-Gold holte.

Cancellara wollte als erster Fahrer überhaupt sowohl Weltmeister im Zeitfahren als auch auf der Strasse werden. Die Form dafür hätte er besessen. Auf seine Initiative wurde eine Spitzengruppe im zweitletzten Umgang wieder gestellt, und in der letzten Runde ging der kräftige Berner gleich nochmals und mehrmals in die Offensive. In der ersten der beiden Steigungen griff Cancellara an, danach erneut in der Abfahrt, doch er kam gegen die spanische Übermacht, die in der Spitzengruppe zu dritt vertreten waren, nicht an.

Aber auch die Spanier verpassten am Ende den WM-Titel. Das Regenbogentrikot ging an den 32-jährigen Australier Cadel Evans, der damit den grössten Erfolg seiner Karriere ausgerechnet in seiner Tessiner Wahlheimat einfuhr. Der in Stabio wohnende Evans hatte sich auf den letzten Kilometer von Kolobnew und Rodriguez verabschiedet und fuhr solo mit 27 Sekunden Reserve im Ziel ein. Evans machte sich vor allem in den grossen Rundfahrten einen Namen, wenngleich ihm dort der ganz grosse Wurf immer versagt blieb. 2007 und 2008 belegte er jeweils in der Tour de France den 2. Gesamtrang, in diesem Jahr beendete er die Vuelta als Dritter.

Der Russe Alexander Kolobnew wurde wie schon vor zwei Jahren in Stuttgart, damals hinter dem Italiener Paolo Bettini, Zweiter. Im Sprint um Silber bezwang er den Spanier Joaquin Rodriguez.

Strassen-WM in Mendrisio (262,2 km): 1. Cadel Evans (Au). 2. Alexander Kolobnew (Russ) 0:27 zurück. 3. Joaquin Rodriguez (Sp), gleiche Zeit. 4. Samuel Sanchez (Sp) 0:3 zurück. 5. Fabian Cancellara (Sz), gleiche Zeit. 6. Philippe Gilbert (Be) 0:51. 7. Matti Breschel (Dä). 8. Damiano Cunego (It). 9. Alejandro Valverde (Sp), alle gleiche Zeit. 10. Simon Gerrans (Au) 1:47.

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