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Auch Schweizer Frauen wollen eine Medaille

Heute Abend (ab 19.30 Uhr) greifen im Skicross auch die Frauen ins Geschehen ein. Sanna Lüdi, Katrin Müller, Fanny Smith und Franziska Steffen wollen den Erfolg von Mike Schmid wiederholen.

Nicht nur der mögliche Medaillen-Gewinn bringt das Blut der Athletinnen in Wallung, sondern auch der Weg ins Ziel. Skicross hat alles zu bieten: Sprünge, Überholmanöver in engen Kurven, unerbittliche Duelle -- Action mit viel Speed.

Eines vorweg: Im Skicross fühlen sich nur strapazierfähige Wintersportlerinnen wohl. Die Fähigkeit zu leiden ist im Prinzip die Grundvoraussetzung. Wer Gold will, muss einstecken können. Kaum eine Fahrerin übersteht die Saison ohne blaue Flecken.

Sanna Lüdi steht für all die Merkmale dieser neuen olympischen Disziplin. Mitte Januar erlitt sie einen Riss der rechten Knie-Innenbänder. Ein Forfait kam für die Bernerin deshalb aber (aus freien Stücken) nie in Frage. Eine Schiene soll genügen. "An die Verletzung denke ich nicht mehr", versicherte sie glaubhaft.

Die "Frankfurter Allgemeinen" (FAZ) beschrieb die Skicross-Premiere als "Kunst der Verdrängung". Der Titel passt gut zur Szene und auch zur Einstellung der Schweizerin Lüdi. Auf den meist engen, mit Kickern und Steilwandkurven "verschärften" Strecken hat niemand Vortritt.

Karambolagen sind (wie bei den Männern erlebt) programmiert, Ausfälle immer "Part of the Game(s)". Daran mag Lüdi aber nicht denken. Sie freut sich lieber auf packende Duelle. "Die Fahrt zu viert löst bei mir einen Adrenalinschub aus." Ihre Augen leuchten. Das Wettkampf-Fieber steigt täglich. "Das wird eine spannende Sache."

Ähnlich äussert sich Fanny Smith, zusammen mit Lüdi, Katrin Müller und der nachnominierten Fränzi Steffen die vierte Schweizer Olympia-Debütantin und ein Geheimtipp, zum Nervenkitzel namens Skicross: "Frau gegen Frau -- das macht für mich die Faszination aus." Die 17-jährige Romande ist wohl unbekümmert wie kaum eine Zweite im Feld: "Ich amüsiere mich während den Rennen."

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