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Auch aus Fleisch und Blut

Der SCB verspielt erneut eine 3:0-Führung. Und Biel gewinnt weiterhin mit Steinegger.

Die Entscheidung: SCB-Torhüter Leonardo Genoni muss sich gegen Biels Toni Rajala geschlagen geben.
Die Entscheidung: SCB-Torhüter Leonardo Genoni muss sich gegen Biels Toni Rajala geschlagen geben.
Keystone

Eine gute Lektion sei es gewesen, hatte Trainer Kari Jalonen nach dem Spiel gegen Langnau gesagt. Am Dienstag war in Bern Unerhörtes passiert: Der SC Bern, in Sachen Effizienz, Zuverlässigkeit und Siegeswille der Musterschüler der Liga, hatte eine 3:0-Führung preisgegeben und verloren. Der Finne fand das gar nicht lustig. Wenn er eines nicht ausstehen kann, dann Überheblichkeit und Unkonzentriertheit.

Aber auch ein Meister besteht nun mal aus Spielern aus Fleisch und Blut. Und wenn man zweimal in Folge den Titel gewonnen hat und nach weniger als der Qualifikations-Hälfte schon wieder mit fast zehn Punkten Vorsprung die Tabelle anführt, dann ist es menschlich, wenn man auch mal auf einen Sondereffort verzichtet, einem Zweikampf, von dem man weiss, dass er schmerzen wird, ausweicht. Nur dieses eine Mal, es soll nicht mehr vorkommen.

Und dann kommt es vier Tage später gleich noch einmal vor. 3:0 steht es, als die Berner einen Gang zurückschalten und sich an die Verwaltung des Vorsprungs machen. Und damit die Bieler, die bis zu jenem Zeitpunkt wenig gezeigt hatten, einluden, doch noch am Spiel teilzunehmen. Sie taten es. Innerhalb von 13 Minuten glichen sie die Partie aus, und weil Hüter Hiller eine glänzende Leistung zeigte, reichte es am Ende sogar zu einem Sieg, der gemessen an den Chancen etwas schmeichelhaft, aber nicht unverdient war.

Geschenke hatte der SCB schon vor dem Spiel verteilt. David Jobin wurde geehrt, sein Leibchen unter das Hallendach gehängt. Der Ende letzte Saison zurückgetretene Verteidiger hatte sich das Spiel gegen die Seeländer ausgesucht, um verabschiedet zu werden. In Biel hatte seine Karriere ihren Anfang genommen, ehe er zum SCB wechselte, dort in 19 Jahren fast 1000 Spiele bestritt und fünfmal Meister wurde. Eine Leistung, die CEO Marc Lüthi dazu bewog, aus der Loge aufs Eis hinunterzusteigen und den verdienten Spieler persönlich zu ehren.

Gerüchte bringen Bob Hartley mit Biel in Verbindung

An der Bande der Bieler stand Martin Steinegger und applaudierte. Der Bieler Sportchef war beim SCB einst Jobins erster Verteidigerpartner gewesen. Gestern amtete er zum vierten Mal als Interimstrainer, gewann zum vierten Mal. Daneben hat er einen neuen Trainer zu finden, weil der Job für ihn auf keinen Fall infrage kommt, wie er sagt. Bekannt ist, dass der frühere SCB-Meistertrainer Antti Törmänen ein Kandidat ist und in Biel gesichtet worden sein soll. Gerüchte besagen, dass Bob Hartley ein Thema sein soll. Ob der ehemalige Trainer der ZSC Lions der Richtige wäre, um die Jungen zu fördern, wie es das Anforderungsprofil verlangt, ist doch eher fraglich.

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