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Ariella Kaeslin ist erneut Sportlerin des Jahres

Ariella Kaeslin ist auch 2010 die Schweizer Sportlerin des Jahres.

Die Luzerner Kunstturnerin hatte an den Credit Suisse Sports Awards schon 2008 und 2009 triumphiert.

Seit Tony Rominger im Jahr 1994 schaffte niemand den Hattrick in den Sportlerwahlen, nicht einmal Roger Federer. Bis jetzt Ariella Kaeslin die Bühne des Schweizer Sports gänzlich erobert und als erste Frau zum dritten Mal in Folge triumphiert hat. Die drei Wahlgremien (Sportmedien, Spitzensportler und TV-Publikum) honorierten den hohen Wert, der einem 4. und einem 8. WM-Platz im Kunstturnen zukommt. Kaeslin dankte (auf Englisch) ihrem Trainer Zoltan Jordanov und allen, die ihr die Spitzenleistungen ermöglicht haben. Dem Publikum sagte sie gerührt: "I schänke öich mys Härz, meh hani nid!" Kaeslin siegte recht deutlich vor der dreifachen Schweizer Sportlerin Simone Niggli sowie Nicola Spirig. Sie durfte den Preis aus den Händen von Tanja Frieden, der Schweizer Sportlerin 2006, entgegennehmen.

Team des Jahres sind die U17-Fussballweltmeister. Sie gewannen die Wahl überlegen vor dem FC Basel und der Eishockey-Nationalmannschaft. 2010? Vielen ist noch in bester Erinnerung, dass die U17-Fussballer von Trainer Dany Ryser ihre heroischen Taten an der Weltmeisterschaft in Nigeria im November 2009 vollbrachten. Der November ist jedoch jeweils der erste Monat der Wahlperiode des folgenden Jahres. An den letztjährigen Credit Suisse Sports Awards in Basel erhielten die jungen Helden einen Ehrenpreis. Etwas spät, aber doch noch, durften sie nun also die definitive und wichtigste Würdigung empfangen. Als Schweizer Team des Jahres treten sie in eine Reihe mit prominenten Wahlsiegern wie Alinghi und der "grossen" Fussball-Nationalmannschaft. Laudator Andy Rihs strich heraus, dass er selber es als Unternehmer und mit der Familie gewohnt sei, in einem Team zu arbeiten. Rihs lobte die grossartige Leistung der jungen Fussballer und konnte ein überlautes "Bravo!" nicht zurückhalten, als er die Wahlsieger bekanntgab. Ein grosser Teil der Mannschaft war im Studio anwesend. Janick Kamber nahm stellvertretend für seine Mitspieler den Preis entgegen.

Völlig folgerichtig wurde der Weltmeister-Macher Dany Ryser als Trainer des Jahres erkoren. Er siegte vor Skisprung-Trainer Gary Furrer und OL-Männer-Nationalcoach Thomas Bührer. Ryser, der 53-jährige Solothurner, hörte wohltuende Worte aus dem Mund des Laudators Gilbert Gress: "Immer heisst es, nur grosse und reiche Nationen könnten im Fussball etwas gewinnen", sagte der populäre Ex-Trainer. "Aber Dany Ryser und seine jungen Spieler haben gezeigt, dass man nicht nur mit Geld, sondern mit viel Kompetenz, viel Intelligenz und viel Arbeit etwas erreichen kann, sogar einen Weltmeister-Titel. Die Schweiz kann Nationen wie Brasilien, Argentinien, Deutschland, England, Frankreich und andere schlagen!"

Nach vielen Jahren, in denen sich vor allen Edith Hunkeler und Heinz Frei in die Wahlsiege geteilt hatten, darf sich der Berner Oberländer Christoph Kunz erstmals Behindertensportler des Jahres nennen. Kunz, der vor zehn Jahren verunfallte und nun zu einem der besten Monoskifahrer weltweit aufgestiegen ist, war überglücklich: "Es ist wunderschön, hier zu sein und diese Ehrung entgegenzunehmen." An den Paralympics in Vancouver war er mit Gold in der Abfahrt und Silber im Riesenslalom der erfolgreichste Schweizer Athlet.

"Newcomer sind Sportler, die den Stars Beine machen", sagte der Stellvertretende SRG-Generaldirektor und frühere Handball-Nationaltorhüter Daniel Eckmann in seinen einleitenden Worten zur Wahl des Newcomers des Jahres. Ein solcher ist der Skicrosser Mike Schmid, dessen Stern am Himmel des Schweizer Sports an den Winterspielen in Vancouver aufging. Der Olympiasieger gewann die Newcomer-Wahl vor Nino Niederreiter und Lisa Urech.

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