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Argentinien erwartet Mexiko nicht als Stolperstein

In Argentinien wird Diego Maradona vor dem heutigen Achtelfinal gegen Mexiko (Beginn 20.30 Uhr) nun sogar auch als Trainer bejubelt.

Die Leistungen der Vorrunde haben selbst die Medien in der Meinung bestärkt, dass es zum dritten WM-Titel nach 1978 und 1986 reicht. Mexiko erwartet in Argentinien niemand als Stolperstein.

Die Hoffnungen ruhen einmal mehr auf den schmalen Schultern von Lionel Messi, der am Donnerstag seinen 23. Geburtstag feierte und es auch diesmal richten soll. Messi überzeugte bisher in jedem Spiel, wenngleich er noch immer auf seinen ersten Treffer wartet. "Das kommt schon noch", ist Teamkollege Martin Demichelis überzeugt. Messi schoss zwar so oft aufs Tor wie kein anderer Spieler an dieser WM, doch mehr als zwei Einschläge ans Aluminiumgehäuse resultierten (noch) nicht.

Maradona spricht mit Respekt von Gegner Mexiko, der aber trotzdem nur Durchgangsstation sein soll. Vermutlich vertraut er dabei jener Elf, die er beim 1:0-Startsieg gegen Nigeria auf den Platz schickte. Messi wird somit die Captainbinde wieder an Javier Mascherano abgeben, der zuletzt wegen seiner Gelben Karte pausiert hatte. Allerdings muss Maradona vielleicht auf Abwehrchef Walter Samuel verzichten. Der 32-Jährige von Inter Mailand leidet an Beschwerden im Oberschenkel.

"Messi ist der beste Fussballer der Welt. Aber niemand ist ohne Schwächen", meint Rafael Marquez, Mexikos renommiertester Spieler und beim FC Barcelona Teamkollege von Messi. Die Mexikaner hoffen darauf, dass ihnen nicht Ähnliches widerfährt wie vor vier Jahren an der WM in Deutschland. Dort zwangen sie Argentinien in eine Verlängerung, verloren aber letztlich 1:2. Maxi Rodriguez gelang der entscheidende Treffer.

Nicht weniger als viermal in Serie sind die Mexikaner zuletzt in den Achtelfinals ausgeschieden. 1994 verloren sie gegen Bulgarien im Penaltyschiessen, 1998 gab es ein 1:2 gegen Deutschland, 2002 ein 0:2 gegen die USA, und vor vier Jahren kam das Achtelfinal-Out im besagten Match gegen Argentinien.

Diesmal will es die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre besser machen, aber die Aufgabe ist schwer. Gegen Argentinien hat Mexiko von 25 Länderspielen 11 verloren und nur 4 gewonnen. Im Duell vom Sonntag sind die Mexikaner klarer Aussenseiter. "Wir haben uns in den bisherigen Spielen zu viele Schwächephasen geleistet", räumt Aguirre ein. "Um gegen Argentinien zu gewinnen, müssen wir uns erheblich steigern." Immerhin kann er den zuletzt gesperrten Efrain Juarez ebenso einsetzen wie Stürmer Carlos Vela, der beim 2:0-Sieg über Frankreich überzeugt hatte.

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