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Sport kompaktClub in Brasilien darf mit vier Corona-positiven Spielern antreten

Stadion von Lausanne-Sport wird «grün» +++ Neues Chassis für Vettel +++ Raffin muss Moto2-GP in Spielberg auslassen +++ Kambundji verzichtet auf Monaco +++ Omlin fix zu Montpellier +++

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Fussball: Brasilianischer Club darf mit vier Corona-positiven Spielern antreten

Der brasilianische Erstligist Atlético Goianiense hat die Erlaubnis erlangt, vier positiv auf das Coronavirus getestete Spieler aufzustellen. Der Club aus der zentralbrasilianischen Stadt Goiania verwies nach einem Bericht des Portals «Globoesporte» vor der Partie gegen Flamengo Rio de Janeiro mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Diego und Rafinha am Mittwochabend (Ortszeit) darauf, dass die Spieler in der Endphase der Ansteckung seien und schon alle Quarantäne-Massnahmen erfüllt hätten. Deshalb würde keine Gefahr der Übertragung der Krankheit mehr bestehen.

Mannschaftsfoto: die Spieler von Atlético Goianiense. Foto: Getty Images

Der Brasilianische Fussballverband CBF mit Sitz in Rio folgte dem Argument von Atlético GO. Man würde sich auf eine Regel der Weltgesundheitsorganisation WHO stützen. Zwei Dutzend positive Corona-Tests hatten den Start der brasilianischen Ligen inmitten der grassierenden Corona-Pandemie am Wochenende bereits in Frage gestellt.

Zehn Spieler des Erstligisten Goiás Esporte Clube wurden vor der Partie gegen den FC São Paulo positiv getestet. Das Spiel wurde letztlich verschoben. Auch in der dritten Liga wurde eine Partie verlegt, nachdem bei Sociedade Imperatriz aus dem nördlichen Bundesstaat Maranhão zwölf Spieler positiv getestet worden waren. Insgesamt wurden nach einem Medienbericht schon mindestens 150 Erstliga-Spieler positiv getestet.Brasilien hat die Marke von 100'000 Toten im Zusammenhang mit Covid-19 durchbrochen. Zudem haben sich mehr als drei Millionen Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. (dpa)

Fussball: «Grünes» Stadion für Lausanne

Lausanne erhält ein «grünes» Fussballstadion. Die Stadt hat am Mittwoch die verschiedenen ökologischen Massnahmen rund um das Tuilière-Stadion präsentiert: Nistplätze für Vögel, Teiche und Grasflächen umsäumen den neuen Spielort des FC Lausanne-Sport.

Spielstätte des Aufsteigers: Blick in das neue Stadion von Lausanne-Sport. Foto: Keystone

Während die Bauarbeiten am neuen Fussballstadion fast beendet sind, kann sich die Natur dort langsam einnisten, wie Natacha Litzistorf (Grüne) anlässlich einer Medienkonferenz sagte. Die für Umwelt, Architektur und Wohnen zuständige Lausanner Stadträtin erinnerte daran, dass die Stadt einen Architekturwettbewerb für den Ersatz des alten Pontaise-Stadions ausgeschrieben hatte.

Bei der Planung seien ökologische Aspekte von Anfang an wichtig gewesen. Nun entstehe ein kleines Paradies für Fauna und Flora, unterstrich Litzistorf. An den Aussenwänden des Stadions wurden etwa fünfzig Nistplätze fixiert. Sie sollen schwarzen Mauerseglern Unterschlupf bieten, die auf der Liste der potenziell gefährdeten Vogelarten stehen.

«Wir hoffen, dass wir eine neue Kolonie begründen können», sagte Joanna Fowler, Architektin und Chefin des Projekts. Sie präzisierte, dass der Lärm und die Präsenz der Menschen den Mauersegler nicht stören würden. Dazu muss man wissen, dass das neue Fussballstadion bis zu 12'000 Zuschauerinnen und Zuschauer fassen kann. (sda)

Formel 1: Neues Chassis für Vettel

Ferrari greift zum letzten Mittel: Die Scuderia wechselt beim lahmenden Formel-1-Rennwagen von Sebastian Vettel das Chassis. In der Analyse nach dem Rennen in Silverstone sei ihnen ein kleiner Fehler aufgefallen, erklärte Chassis-Chefingenieur Simone Resta am Mittwoch. Verursacht wurde der Schaden durch einen schweren Aufprall auf die Randsteine.

Schon nach dem erneut desaströsen Vettel-Abschneiden am vergangenen Sonntag hatte der ebenfalls schwer unter Druck stehende Teamchef Mattia Binotto einen möglichen Wechsel des Chassis nicht ausgeschlossen. In der Vorschau auf den Grossen Preis von Spanien am kommenden Sonntag kam er nicht zu Wort, Vettel äusserte sich darin auch nicht zu dem neuen Fahrgestell seiner «Roten Göttin». Dafür erklärte Resta: «Es hätte nicht grossen Einfluss auf die Leistung, aber es war die logische Entscheidung.» (dpa)

Motorrad: Raffin verzichtet auf Spielberg

Jesko Raffin muss auch Spielberg auslassen. Der körperliche Zustand bereitet dem 24-jährigen Zürcher immer noch Kopfzerbrechen. Intensive Gesundschecks in der letzten Woche brachten erneut keine genaueren Aufschlüsse, was mit Jesko Raffins Körper los ist. Bei Anstrengungen im Training machen dem Moto2-Pilot nach wie vor Kreislaufproblemen zu schaffen. Deshalb siegte die Vernunft, auf die nächsten beiden Rennen in Österreich verzichtet.

Fühlt sich alles andere als gesund: Jesko Raffin. Foto: Keystone

«Die Tests, denen ich mich unterzogen habe, schauen alle gut aus. Es ist nichts zu erkennen. Also hinsichtlich Herz, Lunge und Blutbild wurde nichts abnormal auffälliges gefunden und von dem her sollte ich eigentlich gesund sein. Doch mein Körpergefühl sagt mir, dass irgendetwas nicht stimmt», wird Raffin in einer Medienmitteilung zitiert. (erh)

Leichtathletik: Kambundji verzichtet auf Monaco

Mujinga Kambundji wird am Freitag nicht zum Diamond-League-Meeting in Monaco antreten. Bei der Bernerin machte sich am Dienstag im Training im linken Oberschenkel der Hamstring bemerkbar. In der anschliessenden Untersuchung erkannten Arzt und Physiotherapeut im Muskel ein kleines Ödem. Weil Kambundji kein Risiko eingehen will, verzichtet sie auf ihren Start über 100 Meter beim ersten «richtigen» Diamond-League-Meeting in dieser Saison.

Die Landesrekordhalterin stieg erst letzte Woche in ihre Saison ein. Nach einem ansprechenden Auftakt in Langenthal (11,21 Sekunden) gelangen ihr die beiden Rennen in Regensdorf (11,53 und 11,39) nur mässig.

Damit platzt am Freitag das Duell zwischen Kambundji und Ajla Del Ponte. Die Tessinerin hat sich in den letzten Wochen zu einer veritablen Herausforderin für die Bernerin entwickelt. Neben Del Ponte treten in Monaco Julien Wanders (5000 Meter), Salome Lang (Hochsprung) und Jason Joseph (110 Meter Hürden) an. (mob)

Das Duell zwischen Kambundji (rechts) und Ajla Del Ponte am Diamond-League-Meeting findet nicht statt. Foto: Getty

Skilanglauf: Anklage gegen drei Esten wegen Dopingverdachts

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat im Zuge von Doping-Ermittlungen bei der «Operation Aderlass» zwei Skilangläufer und einen Betreuer aus Estland wegen des Verdachts des Sportbetrugs angeklagt. Wie ein Sprecher der Behörde am Mittwoch erklärte, müssen sich die Skilangläufer Karel Tammjärv und Andreas Veerpalu vor Gericht verantworten. Auch der Vater von Andreas Veerpalu, Andrus Veerpalu, sei angeklagt. Ihm werde Beihilfe zum Sportbetrug vorgeworfen.

Den Sportlern werde Eigenblut-Doping und die Einnahme verbotener Substanzen seit der Wintersaison 2016/2017 zur Last gelegt. Ausserdem sollen sie zu Unrecht Sponsorengelder in Höhe von jeweils 15 000 Euro kassiert haben. Andrus Veerpalu soll sein Zimmer bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld 2019 einem anderen Sportler zum Eigenblut-Doping zur Verfügung gestellt haben.

Für Andreas Veerpalu ist ein Verhandlungstermin für den 8. Oktober festgesetzt. Die anderen beiden Verfahren sind noch nicht terminiert. Der Internationale Skiverband hatte die beiden Langläufer wegen Dopings bereits zu Vierjahressperren verurteilt. (dpa)

Fussball: Corona-Fall beim FC-Barcelona

Beim FC Barcelona ist ein Spieler, der nicht zum Champions-Team in Lissabon gehört, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Name des Sportlers wurde vom Verein am Mittwoch nicht genannt. Er sei asymptomatisch und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Einen Kontakt zu den Spielern, die am Freitag im Viertelfinale der Champions League in Lissabon gegen den FC Bayern München antreten, habe es nicht gegeben. (dpa)

Marathonlauf: Paris-Marathon in diesem Jahr endgültig abgesagt

Der bereits mehrfach verschobene Paris-Marathon ist für dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie endgültig abgesagt worden. Vor allem Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Ausland hätten Schwierigkeiten, den Termin am 15. November wahrzunehmen, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Daher habe man beschlossen, den Marathon auf das Jahr 2021 zu verschieben.

Eigentlich hätte der diesjährige Marathon bereits im April stattfinden sollen.Die Laufstrecke führt die Läuferinnen und Läufer unter anderem über die Prachtstrasse Champs-Élysées, vorbei an der Opéra Garnier, der Place de la Bastille und dem Eiffelturm. «Diejenigen, die sich für die diesjährige Ausgabe angemeldet haben, sind, wenn sie es wünschen, bereits für die Ausgabe 2021 angemeldet», so die Veranstalter. (dpa)

Der Paris-Marathon wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben. (Bild:Twitter)

Fussball: Omlin wechselt fix zum Montpellier HSC

Der Schweizer Nationalgoalie Jonas Omlin wechselt vom FC Basel zum Montpellier HSC. Das schrieb der Verein in einer Medienmitteilung am Mittwoch. Der 26-Jährige hat einen Vierjahresvertrag beim französischen Team aus der Ligue 1unterschrieben. In der Saison 2019/20 kam Omlin wettbewerbsübergreifend auf 44 Einsätze für den FC Basel und blieb in 16 Spielen ohne Gegentore. (boq)

Omlin stand beim FC Basel zwei Jahre im Tor. (Bild: getty)

Fussball: Blessing Eleke verlässt den FC Luzern per sofort

Blessing Eleke wechselt per sofort zum K. Beerschot V.A. nach Belgien. Der 24-jährige Nigerianer wird den Aufsteiger der belgischen Jupiler League in seiner ersten Saison in der höchsten Spielklasse im Angriff verstärken. Eleke stiess im Sommer 2018 zum FC Luzern, absolvierte für die Innerschweizer 32 Spiele und erzielte dabei 13 Tore für das Team aus der Super League. (boq)

Der Nigerianer schwächelte in der letzten Saison. Der Stürmer erzielte noch vier Tore und einen Assist (bei 26 Spielen). (Bild: getty)

Radsport: Jakobsen soll nach Sturz in Polen in die Niederlande zurückkehren

Eine Woche nach seinem schweren Sturz bei der Polen-Rundfahrt sollte der niederländische Radprofi Fabio Jakobsen an diesem Mittwoch aus dem Krankenhaus in Sosnowiec in eine Klinik in seiner Heimat verlegt werden.

Jakobsens Zustand entwickele sich positiv und erlaube die Verlegung in das Krankenhaus in Leiden, teilte dessen Team Deceuninck Quick Step am Dienstag auf seiner Webseite mit. Dort könne dann die Folgebehandlung seiner Verletzungen aufgenommen werden.

Jakobsen war am vergangenen Mittwoch im Zielsprint der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt bei hoher Geschwindigkeit in die Absperrgitter gekracht und regungslos liegen geblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. Nach einer fünfstündigen Operation musste er zunächst in ein künstliches Koma versetzt werden. (dpa)

Formel 1: Auch Renault will Urteil im Racing-Point-Streit anfechten

Das französische Renault-Werksteam will ebenfalls gegen das Urteil der Sportkommissare im Streit um kopierte Teile von Rivale Racing Point vorgehen. Damit haben bereits zwei Formel-1-Teams ihre Protest-Absicht beim Internationalen Automobilverband hinterlegt.

Ferrari bestätigte ebenfalls, die Entscheidung nicht hinnehmen zu wollen, der zufolge Racing Point 15 WM-Punkte abgezogen wurden und das Team 400 000 Euro Geldbusse zahlen muss, die betroffenen hinteren Bremsschächte des Rennwagens trotz festgestellten Regelbruchs aber weiter benutzen darf. McLaren, das ebenfalls zunächst über einen Protest nachgedacht hatte, will das Urteil nicht anfechten. Man werde das weitere Vorgehen mit Interesse verfolgen, hiess es.

In dem Kopie-Streit geht es darum, dass bestimmte Bauteile an den Rennwagen von den Teams selbst entworfen und entwickelt werden müssen. Dem Racing-Point-Team wird von vielen aber vorgehalten, mehr oder weniger eine Kopie des Mercedes der vergangenen Saison zu sein - der deutsche Autobauer ist der Antriebspartner von Racing Point. Das Team selbst räumte auch ein, Bremsbelüftungen von 2019 bei Mercedes eingekauft zu haben. Als diese Komponenten 2020 im Zuge einer Regeländerung auf die entsprechende Liste aufgenommen wurden, habe man sie auch nicht eingesetzt. Das Wissen und die Informationen flossen gleichwohl in die Komponenten ein. (dpa)

Basketball: NBA-Star Antetokounmpo leistet sich Ausraster

MVP-Kandidat Giannis Antetokounmpo hat sich mit dem deutschen Basketballer Moritz Wagner angelegt, ihm eine Kopfnuss verpasst und ist dafür vom Feld gestellt worden. Auslöser des Ausrasters am Dienstagabend (Ortszeit) im zweiten Viertel beim im Grunde bedeutungslosen Spiel des Titelfavoriten Milwaukee Bucks gegen Wagners bereits ohne Playoff-Chancen verbliebene Washington Wizards waren dem Augenschein nach zwei Zweikämpfe.

Antetokounmpo, der zum zweiten Mal in Serie als wertvollster Spieler der Hauptrunde ausgezeichnet werden könnte, droht eine Sperre. Erst schob Wagner seinen Gegenspieler unter dem Korb der Bucks mit dem Körper aus dem Weg für einen möglichen Offensiv-Rebound, im direkten Gegenzug lief der Grieche scheinbar absichtlich in den von Wagner gestellten Block und bekam ein Foul gepfiffen. Schon in dieser Szene waren die Köpfe nah beieinander. In der nächsten Unterbrechung ging Antetokounmpo dann sichtlich aufgebracht auf Wagner zu und verpasste ihm vor den Augen von Bucks-Trainer Mike Budenholzer die Kopfnuss.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Bucks bereits deutlich, am Ende gab es ein 126:113 für das beste Team der Eastern Conference. Antetokounmpo kassierte dafür ein sogenanntes Flagrant 2 Foul und durfte nicht weiterspielen. Nach ESPN-Angaben war es das insgesamt vierte Mal in seiner NBA-Karriere, dass der 25-Jährige vom Feld gestellt wurde. Ihm droht eine Strafe durch die NBA. (dpa)

Eishockey: Tampa Bay siegt im Marathon-Spiel

Den Columbus Blue Jackets um den Schweizer Dean Kukan ist der Start der Playoff-Achtelfinals in der NHL missglückt. Colubus verliert gegen Tampa Bay Lightning 2:3 nach der fünften Verlängerung, dabei erzielte der Kanadier Brayden Point in der 151. Minute das entscheidende Tor.

Weil sich die Partie zwischen Columbus und Tampa Bay lange hingezogen hatte, musste die erste Achtelfinal-Partie zwischen Nino Niederreiters Carolina Hurricanes und den Boston Bruins um einen Tag verschoben werden. (boq)

Schwimmen: Mamié verbessert eigenen Rekord

Erster Wettkampf nach der Corona-Pause, erstes Glanzresultat: Die 22-jährige Zürcherin Lisa Mamié schwamm an ihrem ersten offiziellen Meeting nach Monaten der Ungewissheit Schweizer Rekord über 100 Meter Brust. Mamié unterbot am «Sette Colli» in Rom ihre eigene Bestmarke von 1:07,11 Minuten um satte 51 Hundertstelsekunden. Mit 1:06,60 gewann sie das Rennen am prestigereichen Wettkampf, so bezwang sie auch die WM-Dritte von 2019, die Italienerin Martina Carraro. Mamié, die für die Limmat Sharks startet, regelmässig aber in Turin trainiert und bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert ist, führt mit dieser Zeit das europäische Jahresranking an. (mos)

Lisa Mamié ist nach der Coronapause in Topform. (Bild: Patrick B. Krämer)

Snooker: Trump raus - O'Sullivan im Halbfinal

Snooker-Weltmeister Judd Trump ist bei der WM in Sheffield schon im Viertelfinal gescheitert. Dagegen ist Superstar Ronnie O'Sullivan in die Vorschlussrunde eingezogen. Der fünfmalige Weltmeister aus England setzte sich am Dienstagabend in Sheffield gegen den Waliser Mark Williams mit 13:10 durch. Am Montag hatte der 44-jährige O'Sullivan die erste Session gegen den ein Jahr älteren Williams aufgrund vieler leichter Fehler mit 2:6 verloren. Im Halbfinal trifft er auf seinen Landsmann Mark Selby.

Vor O'Sullivans Sieg war Kyren Wilson eine Überraschung gegen Vorjahresweltmeister Trump gelungen. Der 28-Jährige bezwang den Titelverteidiger mit 13:9. Am Montag hatte Wilson zwei Sessions jeweils mit 5:3 gegen den 30-jährigen Trump gewonnen. Nach der 10:6-Führung genügten Wilson am Dienstag drei Frames zum Sieg. Damit hat auch Trump ein Weltmeister-Gesetz nicht beenden können: Noch nie konnte ein Snooker-Weltmeister seinen ersten Titel auf Anhieb im Folgejahr verteidigen. (dpa)

Tennis: Siege für Teichmann und Küng

Jil Teichmann (WTA 63) hat ihr Startspiel beim WTA-Turnier im amerikanischen Lexington gewonnen. Die 23-jährige Bielerin schlug die Russin Anna Kalinskaja (WTA 114) 6:2, 7:5. Beim WTA-Turnier in Prag startete Leonie Küng (WTA 157) ebenfalls erfolgreich. Die 19-jährige Schafhauserin gewann in der 1. Runde gegen die gebürtige Moldawierin Aliona Bolsova (WTA 102) 6:4, 6:3. (heg)

Basketball: Profi bricht während Training zusammen und stirbt

Der nigerianische Basketball-Profi Michael Ojo ist während einer Trainingseinheit in Belgrad gestorben. Er hatte sich offenbar zuvor mit dem Coronavirus infiziert, berichten lokale Medien.

Der 27-Jährige wollte sich bei seinem ehemaligen Verein Roter Stern fit halten, nachdem sein Vertrag nicht verlängert worden war. Doch am vergangenen Freitag brach Ojo bei einer Trainingseinheit im Stadion Partizana, in der serbischen Hauptstadt Belgrad, plötzlich zusammen. Obwohl er umgehend ins Spital gebracht wurde, verstarb er wenig später. Todesursache soll ein Herzinfarkt gewesen sein.

«Er war 27 Jahre alt. Grossartiges Mitglied unseres Clubs, Meister, super Mannschaftskamerad, toller Mann», schreibt der Verein auf Twitter.

Gemäss lokalen Medien soll sich Ojo zuvor mit dem Coronavirus infiziert haben. Allerdings hatte er von der Infektion bereits erholt und Antikörper gegen das Virus gebildet. Aus diesem Grund hatte er auch wieder mit dem Training begonnen, obwohl im Ärzte davon abgeraten hatten. (erh)

Fussball: Bayern beschäftigt sich mit Rassismus-Vorwürfen

Der FC Bayern München beschäftigt sich in einer internen Untersuchung mit Rassismus-Vorwürfen gegen einen Mitarbeiter im Nachwuchsleistungszentrum des deutschen Fussball-Rekordmeisters. Das bestätigte der Verein der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Es geht dabei um angebliche Chat-Inhalte in einer WhatsApp-Gruppe innerhalb der Jugendabteilung, die in der vergangenen Woche über einen Twitter-Account mit dem Namen des Mitarbeiters öffentlich gemacht wurden. Den Account bezeichnete der Club auf WDR-Anfrage als «Fake-Account». Der Verein prüft den Wahrheitsgehalt der Nachrichten, wie zu erfahren war.

Das Magazin Sport Inside des WDR berichtete am Dienstag über den Rassismusverdacht auf dem Bayern Campus. Demnach würden schwere Vorwürfe gegen einen Vereinsmitarbeiter erhoben, der schon lange unter anderem als Trainer in der Jugendabteilung aktiv ist. In Diskussionen um die Verpflichtung von Spielern soll der Mitarbeiter rassistische Ausdrücke verwendet haben. (dpa)

Fussball: Spielverbot für Celtic und Aberdeen – Regierung droht mit Liga-Stopp

Die schottischen Fussballvereine Celtic Glasgow und FC Aberdeen dürfen ihre für diese Woche geplanten Ligaspiele wegen Verstössen gegen die Corona-Regeln nicht bestreiten. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon drohte ausserdem mit einem Stopp des gesamten schottischen Liga-Betriebs. «Betrachten Sie dies als Gelbe Karte, nächstes Mal gibt es die Rote Karte», sagte Sturgeon am Dienstag. Die neue Saison der Scottish Premiership läuft seit dem 1. August ohne Publikum und unter strengen Sicherheitsvorschriften.

Zuletzt hatte Celtics-Profi Boli Bolingoli für einen Eklat gesorgt. Der Belgier war laut britischen Medien heimlich nach Spanien gereist. Danach hatte er sich nicht wie vorgeschrieben in Isolation begeben und war am Sonntag beim 1:1 in Kilmarnock zum Einsatz gekommen. Celtic Glasgow erfuhr erst im Nachhinein vom Spanien-Trip seines Spielers. Der Club kündigte eine Untersuchung an und drohte dem 25-Jährigen mit Konsequenzen. Bolingoli entschuldigte sich am Montag öffentlich für seinen «riesigen Fehler». (dpa)