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Interview mit stv. Baspo-Direktor«Mich ärgert der Begriff der neuen Normalität. Das ist nicht normal!»

Die Schweiz müsse sich aus der Schockstarre befreien, fordert Walter Mengisen, der stellvertretende Direktor des Bundesamts für Sport. Dabei könne der Sport eine wichtige Rolle spielen.

Triumphieren zu Zeiten von Corona: YB-Trainer Gerardo Seoane lässt sich von Ligapräsident Heinrich Schifferle (Mitte) und CEO Claudius Schäfer zum Titel gratulieren.
Triumphieren zu Zeiten von Corona: YB-Trainer Gerardo Seoane lässt sich von Ligapräsident Heinrich Schifferle (Mitte) und CEO Claudius Schäfer zum Titel gratulieren.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Sport sei die schönste Nebensache der Welt, heisst es. Haben wir in den letzten Monaten durch die Corona-Krise erfahren: Es geht auch ohne? Zumindest ohne Spitzensport?

Was den Ausspruch der schönsten Nebensache betrifft, des Freizeitvergnügens, der kam erst im 19. Jahrhundert auf durch den englischen Sport. Und später wurde der Sport instrumentalisiert als Element in der Erziehung und der Gesundheitsförderung. Aber es gab keine Zeit, in welcher der Sport eine solch grosse Rolle spielte wie heute. Man kann das an vielen Dingen festmachen: an seiner enormen medialen Präsenz, aber auch am Ökonomischen. Der Sportsektor macht 1,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts der Schweiz aus. Das ist doppelt so viel wie in der Landwirtschaft. Das Gejammer, der Sport habe keine Lobby, kann ich nicht nachvollziehen. In den letzten Jahren haben sich die parlamentarischen Vorstösse in Sachen Sport um ein x-Faches vermehrt. Bundesrat und Parlament haben gerade grosse Corona-Hilfspakete geschnürt. Und wenn Sie schauen: Theater, Tanz und so weiter hatten in dieser Corona-Zeit nie die gleiche Resonanz wie der Sport. Dazu habe ich ein schmuckes Beispiel.

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