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Wir brauchen mehr

Warum die erste helvetische Revolution doch nicht stattfindet.

«Lawinenartig» sei er gewesen, dieser Rutsch. Historisch für die Schweiz, diese Wahlen.

Es wurde von einer Frauenwahl und einer grünen Welle gesprochen. Man hat Listen zusammen­gestellt, was nun alles möglich ist, Erwartungen geschürt, Hoffnung aufkeimen lassen. Eigentlich hat man schon fast die erste helvetische Revolution ausgerufen.

Eine Woche nach Beginn der Session muss man ehrlich sagen, dass sich reichlich wenig geändert hat, und die Schweiz wird somit – wenig über­raschend – auch nicht zum ersten Land, in dem eine Revolution im Parlament startet.

Der beste Beweis dafür ist die Budgetdebatte, die diese Woche stattgefunden hat. Hier sieht man schwarz auf weiss, ob die Wahlversprechen der Parteien mehr als Lippenbekenntnisse waren. Denn das eine ist es, um hier ein Beispiel zu nennen, sich violette Pins anzustecken, lächelnde Frauen auf Plakate zu stellen und sich gleichstellungsaffin zu geben. Das ­andere ist es dann, ­tatsächlich Weichen zu stellen, das Geld in die Hand zu nehmen und die nötigen Massnahmen zu ergreifen, damit wir zumindest ein paar ­Schritte in Richtung mehr Gleichstellung schaffen. Und zwar solche, die ­allen Frauen zugutekommen und nicht ­nur den Kandidatinnen gewisser Parteien.

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