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Medikament schädigt das Hirn von Kindern schwer

In der Schweiz bringen Dutzende Frauen Babys mit Hirnschäden zur Welt, nun gibt es Klagen gegen Hersteller und Ärzte. Betroffene Familien erzählen.

Ärzte informierten sie nicht über die Krankheitsursache: René und Karin F. mit ihren beiden Töchtern. Foto: Gabi Vogt

Ärzte informierten sie nicht über die Krankheitsursache: René und Karin F. mit ihren beiden Töchtern. Foto: Gabi Vogt

Catherine Boss@catboss1
Christian Brönnimann@ch_broennimann

Mila* kommt an einem warmen Frühlingstag im Jahr 2012 auf die Welt. Ihre Eltern, René und Karin F. aus dem Kanton Thurgau, freuen sich riesig auf das neue Familienmitglied.

Die ältere vierjährige Tochter macht ihnen hingegen zunehmend Sorgen. Sie entwickelt sich nicht wie ein gesundes Kind. Sie ist geistig verlangsamt. Die Eltern haben Ärzte konsultiert, aber keine Diagnose erhalten.

Und dann liegt Mila nach der Geburt auf dem Wickeltisch im Spital, und vom ersten Moment an ist klar: Auch mit ihr stimmt etwas nicht. «Sie war irgendwie leblos, sie hatte kaum Kraft, um zu trinken», erzählt ihre Mutter. Monate später schreiben die Ärzte in die Akte der Tochter, sie leide am sogenannten Valproat-Syndrom. Doch die Mediziner informieren die Eltern nicht.

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