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«Keines dieser Produkte hat sein Versprechen gehalten»

Die Reaktionen der Leser.

Die Beauty-Industrie seift die Frauen mit ihren Versprechungen ein. Das Problem: Sie machen mit. Illustration: Luca Schenardi
Die Beauty-Industrie seift die Frauen mit ihren Versprechungen ein. Das Problem: Sie machen mit. Illustration: Luca Schenardi

Wenn sich die Pferdestärken nicht mehr zügeln lassen SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Ihr Artikel hat bei mir etwas bestätigt und einige Fragen geweckt. Zuerst die Bestätigung: Was ich schon lange denke, hat mir die Studie von der Axa endlich nachgewiesen. Das kleinste Teilchen eines Sport- oder Luxusautos ist meistens das Gehirn des Lenkers. Nun zu den Fragen: Was ist das Leben eines Normalautofahrers wert? Wenn ich am Steuer meines kleinen Daihatsu mit einem solchen Boliden frontal Bekanntschaft mache, habe ich kaum Chancen, unverletzt davonzukommen. Es gibt eine Mehrwertsteuer. Wann wird eine Mehrrisikosteuer für solche Autos eingeführt? Jean-Marc Elmer, Biel BE

Bundesamt für Unsicherheit

SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Es ist nötig und wichtig, dass immer wieder hervorragende Artikel in unseren Medien, wie «Bundesamt für Unsicherheit» von Frau Pia Wertheimer, Sicherheitsprobleme professionell und aufdeckend ausleuchten. Wenn das VBS als führendes Sicherheitsdepartement seine Homepage nicht verschlüsselt und damit Nutzerdaten ungeschützt übermittelt, dann sind Sofortmassnahmen nötig. Es ist zudem fraglich, ob mit solchen dilettantischen Rahmenbedingungen und fehlender Sensibilität auch die notwendigen Entscheide und Investitionen getätigt werden können. Dies ist umso wichtiger, als Cyberwar und Hacking auch für die Schweiz, ihren Wirtschafts- und Bildungsstandort zur bedeutendsten Bedrohung geworden sind. Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Für wie blöd haltet ihr uns eigentlich? SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Toll, liebe Bettina Weber! Einmal mehr habe ich einen Artikel von Ihnen verschlungen, während des Lesens die ganze Zeit heftig vor mich hingenickt und gemurmelt «sie hat ja so recht», mehrfach unterbrochen von Lachen, abgerundet mit nachdenklichem Schweigen. Mitra Devi, Zürich

Bettina Weber hat mit ihrem Artikel voll ins Schwarze getroffen. Als Beauty-Redaktorin habe ich viele Firmen und deren Produkte kennen gelernt. Die Marketing-Abteilungen haben sich damals wie auch heute überboten, um ihre Produkte an den Mann (respektive eben an die Frau) zu bringen. «Eine Creme mit reinem Vitamin C» versprach einen faltenlosen Teint. Auch Vitamin A, B und E sollten für jugendliche Haut oder einen straffen Körper sorgen. Eindrücklich war auch die Anpreisung einer Creme, erfunden durch einen Astronauten: Dieser hat bei einer Erdlandung schwerste Verbrennungen erlitten, war monatelang ans Haus gefesselt und hat an einem Mittel herumgetüftelt, das seine Haut wieder gesunden liess. Er liess das Rezept mit den geheimen Inhaltsstoffen einer Kosmetikfirma zukommen. Dieses Geheimnis aus der Tube ist immer noch auf dem Markt und kostet die Konsumentin sagenhafte 800 Franken. Selbstredend habe ich alle diese Cremen, Lotions, Seren und Tinkturen, die mir ausgehändigt wurden, ausprobiert und nach Vorschrift angewendet. Das Fazit war ernüchternd: Keines dieser Produkte hat sein Versprechen gehalten. Gabriella Groppetti, Zürich

Mondsüchtig

SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Was sind das für Spinner, die sich mit Bevölkerung auf dem Mond befassen? Löst erst einmal die Probleme auf unserer Erde – bevor es zu spät ist. Es gibt genügend Herausforderungen. Felix Frei, Gebenstorf AG

Ehre, wem Ehre gebührt. Der Schweizer Astrophysiker Fritz Zwicky hat schon 1961 eine Broschüre publiziert mit dem Titel «Possible Operations on the Moon». Darin beschreibt er Einrichtungen für das Überleben von Astronauten auf dem Mond. Er entwarf alle Systeme, die notwendig wären, um die Strahlungsenergie der Sonne auf dem Mond nutzbar zu machen. Er beschreibt zudem die Prozesse und Anlagen, die geeignet wären, chemische Elemente aus Mondgestein abzuspalten, um Sauerstoff, Wasser und schliesslich Nahrung zu gewinnen. Margrit Zwicky, Bern

Eigentlich wäre Kurt Fluri der bessere Bundesratskandidat als Cassis SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Nationalrat Kurt Fluri ist meines Erachtens nicht wählbar für einen Bundesratsitz. Er ist, wie Sie schreiben, zu europakompatibel, und die «Umsetzung» der Masseneinwanderungsinitiative zeigt, dass er einen Volksentscheid für die guten Beziehungen zur zentralistischen EU opfern würde. Der Mann ist ein ungeeigneter Anpasser und Opportunist. Es gäbe auch im Tessin bessere Leute, wie zum Beispiel Filippo Lombardi. Bloss weil sie nicht in der FDP sind, sollen solche Leute nicht wählbar sein? Im Übrigen stünden auch Frauen zur Wahl, was einen Ausgleich schaffen würde und wichtiger wäre als die Kantonszugehörigkeit oder die Partei. Die Zauberformel ist ein alter, überholter Zopf. Ruedi Hagmann, Buchs SG

Verschiedene Redaktoren vermerken mit Recht, dass bei der kommenden und inskünftigen Bundesratswahlen weniger die regionalen Zuteilungen als nur die Fähigkeiten der Vorgeschlagenen zur Anwendung kommen sollten. Der Nationalrat und Stadtpräsident von Solothurn, FDP-Nationalrat Kurt Fluri, stellt sich, bescheiden wie immer, nicht in den Vordergrund. Mit seinen EU-Dossier-Kenntnissen, seinem Sachverstand einerseits, seiner Konsensfähigkeit und Toleranz andererseits wäre er zurzeit der bestausgewiesene Kandidat, um in den schwierigen Verhandlungen in Brüssel unser Land erfolgreich zu vertreten. Man erinnere sich auch, wie er in den letzten Verhandlungen im Parlament betreffend Inländervorrang die heftigen Angriffe der Nationalräte Köppel und Amstutz ins Leere laufen liess. Bereits die früheren Solothurner FDP-Bundesräte Hermann Obrecht und Walter Stampfli haben einiges für unser Land erreicht. Solothurn würde bei seiner Wahl in den Bundesrat jedoch einen tüchtigen und allseits beliebten Stadtpräsidenten verlieren. Peter Brunner, Küsnacht ZH

Unternehmer: Ja zur Rentenreform

SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Es hört sich ja wunderbar an, dass nun auch Deutschschweizer Wirtschaftsführer für die Altersvorsorge 2020 einstehen. Bleibt zu hoffen, dass ältere Arbeitnehmer für Arbeitgeber nicht zu teuer werden. Zudem wäre meines Erachtens erstrebenswert, dass trotz anhaltender Arbeitsplatz-Rationalisierung auch noch genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Armin Arnold, Köniz BE

Mauscheln, vertuschen und ungestört regieren SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Chapeau, Herr Rutishauser. Ihr Editorial verdient allen Respekt. Was sich die Bundesanwaltschaft mit der Geldwäscherei mit Beteiligung russischer Mafia geleistet hat, ist mehr als skandalös. Kann man also der eigenen Aufsicht nicht mehr vertrauen? Der Ratschlag von Rechtsprofessor Riedo wurde in den Wind geschlagen. Nach zwei Wochen Befragung wurde das Verfahren heimlich eingestellt und unter den Teppich gekehrt. Wozu sollte auch die Öffentlichkeit etwas erfahren? Peter Helfenstein, Pratteln BL

Wenn sich die Pferdestärken nicht mehr zügeln lassen SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Mich wundert das Ganze gar nicht. Die Fahrer werden auch immer jünger, und somit ist auch die Fahrpraxis noch nicht ausgereift. Heutzutage, wo man durch Leasingfirmen oder Kreditinstitute ein Auto der Luxusklasse erwerben kann, sieht man auf den Strassen praktisch nur noch solche Boliden mit jungen Fahrern und teilweise Fahrerinnen. Wenn jedes Auto, welches geleast oder mit Kredit finanziert wurde, dementsprechend auch am Fahrzeug angeschrieben wäre, würde man viele Angeschriebene sehen, und noch einige würden sich überlegen, ob sie nicht in Zukunft sparen möchten, um sich hinterher ein barbezahltes Fahrzeug leisten zu können. Daniel Zollinger, Uster ZH

Mauscheln, vertuschen und ungestört regieren SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Hier ist Ihnen ein exzellenter Beitrag gelungen. Eigentlich gehört dieser auf die Frontpage mit fettgedrucktem Titel. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass unsere Volksvertreter, ob im Gericht, in der Verwaltung oder im Parlament, das Volk gar nicht mehr vertreten. Sie verwirklichen nur ihre eigenen Karriereträume und müssen daher diese mit Lug und Trug schützen. Was heute im Namen der Volksvertretung abgeht, ist ein Hohn, ja genau genommen ein Verbrechen, denn es ist gesetzeswidrig! Das sogenannte Datenschutzgesetz zum Beispiel schützt in erster Linie Verbrecher. Das weiss heute jedes Kind. Alles, was das Individuum schützen soll, ist nicht im Interesse der Allgemeinheit. Und da liegt der Hase im Pfeffer: Unsere Gesellschaft hat sich zu einer egoistischen, selbstherrlichen und rücksichtslosen Welt gewandelt. Dekadenz, wo man hinschaut, und es wird immer schlimmer. Die Geschichte lehrt uns, was als Nächstes passiert. Dumm nur, dass heute die Geschichte, also das Gestern, niemanden mehr interessiert. Leider! Mark Gasche, Kirchberg BE

Unternehmer: Ja zur Rentenreform

SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Ich muss sagen, all diese AHV-Reformen übersteigen meine intellektuellen Fähigkeiten. Bei der wievielten Reform seit ihrer Entstehung sind wir nun angekommen? Jede Reform ist doch dazu da, Einsparungen einzubringen, wo das Haushaltsbudget zu teuer wird. Wir werden anscheinend immer älter (wovon aber doch eine grosse Anzahl von Unternehmen und Menschen profitieren), und die arme AHV, von jedem Einzelnen einbezahlt, steht vor leeren Kassen. Warum denn das? Wir haben sie doch all die Jahre einbezahlt, in der Hoffnung, irgendwann im Alter am Strand zu sitzen und uns den Apéro servieren zu lassen. Und nun? Um im Alter mehr flüssige Mittel zur Verfügung zu haben, wurde das Pensionskassensystem gegründet, welches jahrelang mit Falschinvestitionen zu kämpfen hatte und wo der Umwandlungssatz immer mehr nach unten angepasst wurde. Nun dürfen die Neurentner sich auf die 70 Franken mehr auf dem Bankkonto freuen, und diejenigen, die bereits Rentner sind, erhalten nichts; obwohl ich mich frage, was man mit 70 Franken in ein paar Jahren noch kaufen kann. Unsere Wirtschaftsbosse werden nie mit einer Minimal-AHV-Rente auskommen müssen, aber sehr viele alleinstehende Frauen werden davon betroffen sein. Susanna Geser, Biel BE

Hai-Life vor Mallorca

SonntagsZeitung vom 2. Juli 2017

Klar ist es für die jährlich 60 Betroffenen tragisch, wenn sie von Haien angegriffen werden, auch wenn die Angriffe meist «aus Versehen» passieren und die meisten zum Glück nicht tödlich enden. Aber die Hai-«Problematik» ist in der Tierethik wohl ein Paradebeispiel für unsere verzerrte Wahrnehmung. Fairerweise müsste jährlich nämlich zwei Millionen Mal häufiger über Menschenangriffe auf Haie berichtet werden, so viel häufiger kommt dieser Fall leider vor. Und keineswegs aus Versehen, sondern um den menschlichen Gaumenkitzel zu befriedigen! Wegen der Flossen und des Fleisches werden nach seriösen Schätzungen 120 Millionen Haie getötet oder nach Flossenabschneiden ohne Überlebenschance schwer verletzt ins Meer zurückgeworfen. Und wie die angegriffenen Menschen leiden auch die Haie, weil sie ebenfalls keine seelenlose Ware sind. Renato Werndli, Eichberg SG

(SonntagsZeitung)

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