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Der doppelte Beschiss am Patienten

Macht das Beispiel Hirslanden Schule, werden sich die Kosten nochmals ­erhöhen.

MeinungArthur Rutishauser

Einmal mehr droht wegen des Fehlverhaltens von einigen wenigen ein bürokratischer Albtraum. Anders als für Medikamente gibt es bisher für Implantate keine behördliche Zulassung, sondern es sind private Stellen, die deren ­Sicherheit, oder mindestens deren Konformität mit den international geltenden Normen, bewerten. Die Schweiz hat in dem Bereich 1999 das System der Europäischen Union (EU) übernommen. Das war Teil der bilateralen Verträge. ­Seither reicht die CE-Zertifizierung einer einzigen Stelle aus, damit ein Implantat in der ganzen EU wie auch in der Schweiz zugelassen wird.

Doch das effiziente und einfache System ist missbraucht und Patienten sind beschissen worden. Das hat ein vom International ­Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) ­koordiniertes Netzwerk von Journalisten, zu dem auch Reporter der SonntagsZeitung gehören, mit den «Implant Files» eindrücklich nachgewiesen.

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