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Die Schweiz in der Energiefalle

Heimische Konzerne erzeugen erneuerbaren Strom vor allem im Ausland. Das schaffe eine «gefährliche Abhängigkeit».

In solche Anlagen investieren auch Schweizer Stromkonzerne gern: Windpark in der Ostsee. Foto: Getty Images
In solche Anlagen investieren auch Schweizer Stromkonzerne gern: Windpark in der Ostsee. Foto: Getty Images

Der Name Crêt-Meuron steht für den vielleicht absurdesten Streit in Sachen erneuerbare Energien. Seit 2003 versucht die Energiefirma Groupe Res auf dem Hügel bei Neuenburg sieben Windräder zu errichten. 2006 gab das Bundesgericht grünes Licht für die 93-Meter-Turbinen. Das Problem: Nach so vielen Jahren waren die geplanten Anlagen nicht mehr erhältlich. Die neuen Modelle waren 98 Meter hoch. Die Gegner nutzten die neue Höhe erneut für Beschwerden. Die Folge: Der Betrei­ber wartet bis heute auf die Bewilligung. «Einsprachen machen uns sehr zu schaffen bei der Nutzung der Windenergie. Das ist ein Elend», sagt Reto Rigassi vom Windenergieverband Suisse-Eole. Erst 37 Turbinen seien in der Schweiz bis heute gebaut, 120 werden durch Einsprachen blockiert.

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