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Die italienische Krankheit

Die Tragödie von Genua ist auch ein Resultat von politischen Fehlern in Italien in den letzten 20 Jahren.

In Genua stürzt die Morandi-Brücke ein.
In Genua stürzt die Morandi-Brücke ein.
Getty
Präsident Mattarella besucht den Ort des Unglücks.
Präsident Mattarella besucht den Ort des Unglücks.
Keystone
In der Nähe von Foggia sterben bei einem Autounfall 12 Migranten, die als Landarbeiter unterwegs waren.
In der Nähe von Foggia sterben bei einem Autounfall 12 Migranten, die als Landarbeiter unterwegs waren.
AFP
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Es gibt ein entscheidendes Element, das die Katastrophen dieses italienischen Sommers verbindet und teilweise erklärt: den Einsturz der Brücke in Genua, den verheerenden Auffahrunfall eines Lastwagens bei Bologna, das Blutbad afrikanischer Tagelöhner, die in Apulien in einen kleinen Bus gepfercht wurden und später einen tödlichen Unfall erlitten. Für das Übel, das all diesen entsetzlichen Ereignissen zugrunde liegt, tragen jene politischen Kräfte eine grosse Verantwortung, die Italien in den letzten zwanzig Jahren regiert haben – also auch die Lega, die sich heute darum bemüht, ihre Vergangenheit zu verdrängen. Ich spreche von der Schwächung, wenn nicht vom Entschwinden des Staates, vom Verzicht auf eine seiner entscheidenden Aufgaben: jene der Kontrolle und der Bestrafung.

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