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«Der vierte Bundesanwalt, der zu scheitern droht»

Nachdem Michael Lauber wegen informeller Fifa-Treffen in den Ausstand muss, stellt SP-Ständerat Daniel Jositsch die Strafverfolgungsbehörde infrage.

Muss nach informellen Treffen mit Fifa-Chef Gianni Infantino in den Ausstand treten: Bundesanwalt Michael Lauber. Foto: Anthony Anex, Keystone

Muss nach informellen Treffen mit Fifa-Chef Gianni Infantino in den Ausstand treten: Bundesanwalt Michael Lauber. Foto: Anthony Anex, Keystone

Arthur Rutishauser@rutishau

Diese Woche wurde Bundesanwalt Michael Lauber in zwei Fällen rund um die Ermittlungsverfahren im Fifa-Skandal für befangen erklärt. In der Begründung warf ihm das Bundesstrafgericht grobe Verfahrensmängel vor. Nun ist seine Wiederwahl gefährdet.

Für Ständerat Daniel Jositsch reicht es aber nicht, einfach einen neuen Bundesanwalt zu wählen. Jositsch: «Wir haben nun den vierten Bundesanwalt, der an seiner Aufgabe zu scheitern droht. Das zeigt, dass es nicht nur um die Person geht, sondern ums System.» Das Problem sei, dass die Bundesanwaltschaft (BA) eine aus kantonalen Ermittlern zusammengesetzte Gruppe ohne einheitliche Kultur geblieben sei. «Wenn man einfach den nächsten Bundesanwalt wählt, riskiert man erneut ein Scheitern», so ­Jositsch.

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