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Jetzt können sich Anwohner äussernSo will die Stadt den Egelsee zugänglich machen

Schulhaus und Park statt Schrebergärten: Nun liegt der Zonenplan für den Berner Stadtteilpark im Wyssloch im Osten der Stadt auf. Widerstand ist bereits angekündigt.

Das Egelseeli im Osten der Stadt Bern ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Nun liegt die Zonenplanung für die Weiterentwicklung des Gebiets öffentlich auf. (Archiv)
Das Egelseeli im Osten der Stadt Bern ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Nun liegt die Zonenplanung für die Weiterentwicklung des Gebiets öffentlich auf. (Archiv)
Bild: Urs Baumann

Im Gebiet Egelseee/Wyssloch will die Stadt Bern einen Park realisieren und darin eingebettet ein neues Schulhaus. Der Zonenplan, der dafür rechtliche Voraussetzungen schafft, liegt bis am 23. Juni öffentlich auf.

Das Gebiet am Egelsee ist ein beliebtes Erholungsgebiet im Osten der Stadt Bern. In einer immer dichter bebauten Stadt seien hochwertige und vielfältig nutzbare öffentliche Freiräume zentral, schreibt die Berner Stadtregierung in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Das aktuelle Bevölkerungswachstum der Stadt Bern führt ausserdem zu einem erhöhten Bedarf an Schulraum. Der Stadtberner Gemeinderat möchte die beiden Anliegen unter einen Hut bringen und das Gebiet Egelsee-Wyssloch mit einem naturnahen Stadtteilpark, einem neuen Schulhaus, einer Tagesschule im Wysslochgut, den bestehenden Kindergärten, dem Quartierspielplatz, dem Parkcafé und einzelnen quartierorientierten Nutzungen weiterentwickeln.

Die heute privat genutzten Bereiche am Egelsee sollen mittel- bis langfristig so weit wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Gegenüber der Mitwirkungsvorlage vom November 2018 musste der Zonenplan leicht an das im März 2019 präsentierte Siegerprojekt des Wettbewerbs für das neue Schulhaus und den Stadtteilpark angepasst werden. Die Volksabstimmung zum Zonenplan findet nach aktueller Planung voraussichtlich im Sommer 2021 statt.

Widerstand angekündigt

In den vergangenen Jahren sorgte vor allem ein temporäres Café am See für Juristenfutter. Anwohner, die sich gegen diese Zwischennutzung wehrten und den See als Naturoase erhalten wollen, formierten sich in einer Interessengemeinschaft. Aber auch Unterstützer des Cafés machten mobil. Die Stadt Bern stellte sich hinter die Gastronomienutzung. Es entspann sich ein Rechtsstreit.

Wenn es nach der IG Egelsee geht, soll auch das Schulhaus und der Park nicht gebaut werden. Die Interessengemeinschaft wehrt sich gegen die nötige Zonenplanänderung, wie sie 2018 dem «Bund» erklärte.

Eine Neuauflage des «Cafe au Lac» am Egelsee scheiterte nach der Ausgabe 2018 am Widerstand von Anwohnern. (Archiv)
Eine Neuauflage des «Cafe au Lac» am Egelsee scheiterte nach der Ausgabe 2018 am Widerstand von Anwohnern. (Archiv)
Bid: Adrian Moser

(SDA)