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Neues Haus für den GeheimdienstSo soll das neue «Berner Pentagon» aussehen

Die Verwaltung der Armee soll mehr Platz bekommen. Das Berner Architekturbüro B soll das neue Zentrum an der Papiermühlestrasse bauen.

Das neue «Berner Pentagon» wird aus Holz gebaut.
Das neue «Berner Pentagon» wird aus Holz gebaut.
Foto: Visualisierung

Es ist eines der geheimsten Gebäude der Schweiz: An der Papiermühlestrasse 20 befinden sich hinter Gitterzäunen und überwacht von Kameras das Armeehauptquartier, der Nachrichtendienst des Bundes und Spezialisten zum Schutz vor Cyberangriffen.

Nun sind aber die Tage der Gebäude aus den 1950er- und 70er-Jahren gezählt: Ein Berner Architekturbüro soll das Verwaltungszentrum des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport umbauen erweitern. Im Volksmund gilt es als das «Berner Pentagon». Das Siegerprojekt des Büro B überzeuge mit einer klaren und etappierbaren Baustruktur, teilt das zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) mit. Die Raumaufteilung könne flexibel angepasst werden. Das Gebäude soll zu einem grossen Teil aus Holz gebaut werden. Und in sieben offenen Höfen sollen typische Schweizer Landschaften nachgebildet werden und so zur Biodiversität beitragen.

So sieht das Armee- und Geheimdienstzentrum heute aus.
So sieht das Armee- und Geheimdienstzentrum heute aus.
Foto: Samuel Schalch

Die Kosten für den Neubau wurden bei der Wettbewerbsausschreibung auf 300 Millionen Franken geschätzt. Die neuen Gebäude sollten Raum für 2800 Büroarbeitsplätze bieten. Heute sind in den Bürogebäuden 1200 Arbeitsplätze untergebracht. (nj)

Das Gelände an der Papiermühlestrasse 20 wird deutlich dichter als vorher bebaut.
Das Gelände an der Papiermühlestrasse 20 wird deutlich dichter als vorher bebaut.
Foto: zvg
5 Kommentare
    Reto Hardegger

    Das Pentagon hätte gut in die Agglo verlegt und dichter gebaut werden können. Die heutige Fläche bei der Kaserne würde für Wohnraum benötigt. Aber wenn man keine Stadtplanung hat, die diesen Namen verdient, so baut man halt Verwaltungsgebäude dort, wo man wohnen möchte und schickt die Menschen dorthin, wo das Verwaltungsgebäude stehen könnte (Ried Köniz z.B. im Grünen aussen...) und behält dazu mitten in der Stadt eine Kaserne bei, die halbzeitig nicht gebraucht wird. Visionen ist etwas, das Bern nicht kennt.