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Boris Becker«Sind wir ein Land von Rassisten geworden?»

Der sechsfache Grand-Slam-Sieger ist wegen seiner Teilnahme an einer Anti-Rassismus-Demonstration in den sozialen Medien angegriffen worden.

Mit diesem Video sorgte Boris Becker bei einigen für Unmut.
Video: Boris Becker via Instagram

Auch Deutschlands Tennislegende Boris Becker hat sich den «Black Lives Matter»-Protesten angeschlossen. Der 52-Jährige postete ein Video von sich an einer Demo in London – und wurde dann neben positivem Feedback auch von vielen negativen Kommentaren überrascht.

«Ich bin erschüttert, schockiert, erschrocken über die vielen Beleidigungen NUR aus Deutschland für meine Unterstützung der #BlackLivesMatters-Demo», schrieb der sechsfache Grand-Slam-Sieger als Reaktion darauf auf Twitter, «warum, weshalb, wieso??? Sind wir ein Land von Rassisten geworden...?»

In einem zweiten Tweet schrieb Becker weiter: «Anscheinend haben viele Menschen in Deutschland immer noch nicht verstanden, dass es meine Familiengeschichte ist!»

Seine vier Kinder haben alle einen multikulturellen Hintergrund. Noah (26) und Elias (20) stammen aus der ersten Ehe mit Barbara Becker, der Tochter eines Afroamerikaners und einer Deutschen. Aus einer kurzen Affäre mit Angela Ermakova, die nigerianische Wurzeln hat, stammt Tochter Anna (20). Und Amadeus (10) stammt aus der Ehe mit Lilly, die Vorfahren in Surinam hat.

Boris und Barbara Becker waren von 1993 bis 2001 verheiratet. Barbara ist die Tochter eines afroamerikanischen Fotografen und einer deutschen Lehrerin.
Boris und Barbara Becker waren von 1993 bis 2001 verheiratet. Barbara ist die Tochter eines afroamerikanischen Fotografen und einer deutschen Lehrerin.
Foto: Keystone
Aus der Ehe stammen die beiden Söhne Noah und Elias.
Aus der Ehe stammen die beiden Söhne Noah und Elias.
Foto: Boris Becker via Instagram
Zudem hat der Deutsche ein Kind zusammen mit Angela Ermakova, die nordafrikanische Wurzeln hat.
Zudem hat der Deutsche ein Kind zusammen mit Angela Ermakova, die nordafrikanische Wurzeln hat.
Foto: Keystone
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Am Montag postete Becker dann erneut ein Video in den sozialen Medien und drückte darin sein Bedauern darüber aus, dass in Deutschland in Sachen «Black Lives Matter» noch wenig passiert. «Wir sollten deutlich mehr öffentlich darüber sprechen. Wir sind alle eine Familie», sagte er.