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Nachruf auf Teruko Yokoi Sie war eine sanfte Kämpferin

Anfang dieses Jahres gelangte sie mit ihrer Retrospektive im Kunstmuseum zu spätem Ruhm. Nun ist die Berner Künstlerin mit japanischen Wurzeln im Alter von 96 Jahren gestorben.

Teruko Yokoi in ihrer Wohnung im Egghölzli.
Teruko Yokoi in ihrer Wohnung im Egghölzli.
Foto: Susanne Keller

Die Anerkennung kam für Teruko Yokoi in ihrer Wahlheimat Bern sehr spät. Zum Glück war es noch nicht zu spät. Letzten Januar eröffnete im Kunstmuseum die Ausstellung «Teruko Yokoi. Tokyo–New York–Paris–Bern». Es war die erste grosse Retrospektive in Bern über die in Japan geborene Künstlerin, die seit rund 60 Jahren in der Schweiz lebt. «Wenn ich das sehe», sagte die 95-Jährige an der Vernissage, «habe ich das Gefühl, dass ich wirklich eine wichtige Künstlerin bin. Aber am liebsten bin ich alleine und male.» Das, obwohl sie die Pinsel in ihrem Atelier in Wittigkofen lange nicht mehr in die Hand genommen hatte. Sie sei im Ruhestand, sagte sie. Doch sie malte weiter: in ihrem Kopf.

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