Zum Hauptinhalt springen

50 Jahre ÜberfremdungsinitiativeSie schufteten und hatten Angst

Arbeiten und schweigen: Für Tausende von Gastarbeitern war dies die Losung in der Hochkonjunktur. Dann kam die Initiative von Schwarzenbach – und verunsicherte auch Berns Italiener.

Gastarbeiter aus Italien strömten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Schweiz: Darunter Mario Renna, Bruno Marazzi, Marina Frigerio und Franco Russo.
Gastarbeiter aus Italien strömten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Schweiz: Darunter Mario Renna, Bruno Marazzi, Marina Frigerio und Franco Russo.
Fotos: Franziska Rothenbühler / Livio Martina

Neue Häuser, Strassen, Tunnel, Staumauern, Brücken – ein dichtes Netz moderner Infrastruktur entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Gastarbeiter aus Italien und anderen Ländern strömten in die Schweiz, mauerten, hämmerten, betonierten. In den Fabriken sassen ihre Frauen an den Fliessbändern und Maschinen, sortierten Schokoladen, nähten Kleider, fertigten Schuhe für die Wohlstandsgesellschaft. Zählte die Schweiz 1950 noch 285’000 Ausländerinnen und Ausländer, stieg diese Zahl bis 1960 auf 585’000 und bis 1970 auf über eine Million. Der Ausländeranteil betrug nun gut 17 Prozent.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.