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Die Jungrentner – endlich pensioniertSie entschied sich, jemand zu sein

Nach Misshandlungen durch ihre Mutter bekam Ursula Vögeli selbst neun Kinder. Sie stieg mit 54 ins Berufsleben ein – und will jetzt erst recht Gas geben.

Bis 70 zu bleiben, sei «ungewöhnlich», sagten ihre Vorgesetzten – und so musste Ursula Vögeli ihr Büro in der Kantonsverwaltung räumen.
Bis 70 zu bleiben, sei «ungewöhnlich», sagten ihre Vorgesetzten – und so musste Ursula Vögeli ihr Büro in der Kantonsverwaltung räumen.
Foto: Adrian Moser

«Man hat ja gewusst, dass das kommen wird», sagt Ursula Vögeli zu ihrer Pensionierung. Trotzdem versucht sie als Personalassistentin beim Kanton etwas dagegen zu unternehmen. Sie macht freiwillig bis 65 weiter. Sie informiert sich, ob sie noch länger bleiben darf. «Das wäre ohne weiteres möglich gewesen, das hat man mir auch so gesagt.» Aber ihre Vorgesetzten meinen, bis 70 zu bleiben, sei «ungewöhnlich» – und so muss sie ihr Büro räumen. «Die Kantonsverwaltung ist eben nicht so flexibel», sagt sie und zuckt mit den Schultern. «Eigentlich war ich eh nie ein Büromensch.»

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