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«Unser Gehirn ist auf schlimme Einzelereignisse gut eingestellt»

Einmaliger sexueller Missbrauch erhöhe das Risiko psychischer Störungen nicht, sagt der Psychiater Gregor Hasler.

Ruben Wyttenbach

Herr Hasler, ein Mann hat Ihnen unter Einfluss von Kokain einst einen lebensgefährlichen Schlag ins Gesicht verabreicht. Wie haben Sie das Erlebnis verarbeitet? Ich kann mich gut daran erinnern. Es war an einem Karneval in Brasilien. Nach dem Schlag lag ich am Boden. Der Täter, ein englischer Tourist, der viel Kokain konsumiert hatte, machte Anstalten, mich mit Füssen zu treten. Zum Glück hat sich eine Gruppe Brasilianer für mich eingesetzt. Sie hielten ihn fest. Der Mann schrie, dass er mich verfolgen und umbringen wolle. Die Brasilianer haben mich zu einem sicheren Ort begleitet. An den Täter kann ich mich nicht mehr gut erinnern. Sehr wohl aber an den Mann, der mich gerettet hat.

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