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Zwischen den Fronten

Die Schriftstellerin Zoë Jenny kämpft energisch gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Sie ist selber betroffen.

«Fremdplatzierungen sind grausam», sagt Zoë Jenny. Foto: Schleyer (Ullstein Bild)
«Fremdplatzierungen sind grausam», sagt Zoë Jenny. Foto: Schleyer (Ullstein Bild)

Wie ein aus dem Gelände aufgeschreckter Vogel flattert Zoë Jennys Stimme, wenn sie über den Fall Flaach spricht: Da tötete eine Mutter ihre beiden Kinder aus Angst, sie ins Heim geben zu müssen. In Jennys Redefluss baut sich die Wut auf wie ein Wolkenturm vor dem Unwetter. Sie redet sich in Rage: Über die Arroganz der Behörden, die sich ungefragt ins Intimste einmischen, die ­Familie. Diese sei «das Herz der Gesellschaft», sagt Jenny. Viele der Eingriffe der Kesb müssen ihr demnach vorkommen wie eine Operation am offenen Herzen – bei vollem Bewusstsein. «Wo sind wir denn hier, in einer Irrenanstalt? Es reicht jetzt!» Sie ist so aufgebracht, als wären soeben Beamte mit ihrer eigenen Tochter aus der Wohnung spaziert.

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