Zuwanderung aus Osteuropa bleibt begrenzt

Ventilklausel verlängert

Der Bundesrat hat die Ventilklausel verlängert. Damit bleibt die Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien eingeschränkt.

Seit Einführung der vollen Personenfreizügigkeit mit Rumänien und Bulgarien war die Zuwanderung explodiert – vor allem auch in Berufen mit hoher Arbeitslosigkeit.

Seit Einführung der vollen Personenfreizügigkeit mit Rumänien und Bulgarien war die Zuwanderung explodiert – vor allem auch in Berufen mit hoher Arbeitslosigkeit.

(Bild: Keystone)

Diese ist seit 1. Juni 2017 in Kraft. Grundsätzlich gilt für rumänische und bulgarische Staatsangehörige seit Juni 2016 die volle Personenfreizügigkeit. Die Schweiz darf diese aber bis 2019 einschränken, sofern die Zuwanderung zehn Prozent über dem Mittel der vorangegangenen drei Jahre liegt.

Für B-Bewilligungen ist dies nach Ansicht des Bundesrats der Fall. Wie viele Erwerbstätige aus Rumänien und Bulgarien eine Bewilligung erhalten, lässt er in seiner Medienmitteilung offen. Noch unklar ist, ob der Schwellenwert auch für Kurzaufenthaltsbewilligungen L überschritten wird. Sollte dies der Fall sein, werden diese ebenfalls eingeschränkt.

Ein letztes Mal anrufbar

Die Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und Bulgarien sowie Rumänien gilt seit Juni 2009. Bis 2016 hatte der Bundesrat die Möglichkeit, diese einzuschränken, was er auch tat. Seither gibt es nur noch die Ventilklausel. Diese kann der Bundesrat nun ein letztes Mal anrufen.

Mit der Personenfreizügigkeit haben Bürgerinnen und Bürger der Schweiz und der EU/EFTA-Mitgliedstaaten das Recht, den Arbeitsplatz und den Aufenthaltsort innerhalb der EU/EFTA frei zu wählen. Voraussetzung ist eine unselbständige oder eine selbständige Erwerbstätigkeit. Nicht Erwerbstätige müssen über genügend finanzielle Mittel verfügen und krankenversichert sein.

Der Bundesrat reiht die Anrufung der Ventilklausel in die Massnahmen zur Steuerung der Zuwanderung. Damit soll das inländische Arbeitskräftepotenzial besser genutzt werden. Zu den Massnahmen gehört auch die Stellenmeldepflicht bei Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit. Für solche mit einer Arbeitslosenquote ab 8 Prozent tritt die Stellenmeldepflicht am 1. Juli 2018 in Kraft. Auf den 1. Januar 2020 wird der Schwellenwert auf 5 Prozent gesenkt.

chi/sda

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