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Zum falschen Zeitpunkt

Die Verkleinerung der Swisscoy in Kosovo könnte Folgen für die Schweiz haben. Rutscht das kleine Balkanland ins Chaos, steigt auch der Migrationsdruck.

Auf den ersten Blick ist die Lage im jungen Staat Kosovo stabil. Die Nato-Truppen müssen die Minderheiten nicht mehr bewachen, und abseits der grossen Politik leben Albaner und Serben friedlich nebeneinander. Das westliche Verteidigungsbündnis ist 1999 mit 50'000 Soldaten in Kosovo einmarschiert, um den Frieden zu sichern und die Rückkehr von fast einer Million kosovo-albanischen Flüchtlingen zu ermöglichen. Das ist gelungen – trotz Rückschlägen beim Aufbau eines funktionsfähigen Staats. Inzwischen sind in Kosovo nur noch 5000 ausländische Soldaten stationiert.

Nun will der Bundesrat die Swisscoy deutlich reduzieren. Doch der Zeitpunkt dafür ist ungünstig. Während die EU und die USA mit sich selbst beschäftigt sind, versucht Russland, den Balkan zu destabilisieren und antieuropäische Hardliner zu stärken.

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