Wo es sich in der Schweiz am besten lebt

Singles gehören nach Luzern, Rentner sind in Zug besonders gut bedient, und für Familien ist Zürich «the place to be»: Das «Bilanz»-Ranking zeigt, welche Schweizer Städte was zu bieten haben.

Limmatstadt bleibt das Mass aller Dinge: Relaxen am Zürichsee. (Archivbild)

Limmatstadt bleibt das Mass aller Dinge: Relaxen am Zürichsee. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

An der Spitze des diesjährigen «Bilanz»-Städterankings 2012 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel geändert: Zürich schwingt immer noch obenaus, Zug folgt auf dem zweiten Platz. Neu in die Top 3 geschafft hat es Bern: Die Bundesstadt verdrängt Luzern vom Podest.

Zürich sei führend bei Bildung und Mobilität und erziele auch beim Arbeitsmarkt, der Kultur, dem Freizeitangebot sowie bei den Einkaufsmöglichkeiten Top-Werte. Nur mittelmässig kommt die Wirtschaftsmetropole hingegen punkto Wohnungsmarkt und Erholung weg. Obwohl der Raum für Familien immer knapper wird, empfiehlt «Bilanz» Müttern und Vätern Zürich als besten Wohnort. Die Limmatstadt holt sich im Bereich Bildung und Erreichbarkeit den ersten Platz.

Bern kämpft sich nach vorne

Das beste Gesamtpaket bietet laut «Bilanz» die Bundesstadt: Bern belegt in den Bereichen Arbeitsmarkt, Kultur & Freizeit sowie Infrastruktur den ersten Platz. Beim Kriterium Mobilität habe sich Bern im Vergleich zu anderen Städten deutlich verbessert. Ausserdem sei die Hauptstadt, anders als Zürich, «noch nicht zum Opfer des eigenen Erfolgs geworden», sprich: Zwängen sich die Zürcher in überfüllte Cafés, Restaurants und Trams, ist in Bern mehr Platz zum Leben da.

Zug punktet nach wie vor als Steuerparadies und ist deshalb für Vermögende besonders attraktiv. Rentner finden dort Erholungsgebiete und ein gutes Angebot in Sachen Gesundheit und Sicherheit. Singles wiederum sind in Luzern am besten aufgehoben: Sie profitieren zum Beispiel vom grossen Kultur- und Freizeitangebot.

Romandie auf dem steigenden Ast

Schwer im Kommen ist immer noch die Westschweiz: Bereits letztes Jahr war die Romandie im Aufwind, 2012 konnten Städte wie Vevey (VD), Vernier (GE) oder Nyon (VD) teilweise mehr als 30 Plätze gutmachen. Laut «Bilanz» legten diese Städte zu, weil sich die Bevölkerung besonders dynamisch entwickelt.

Zu den Verlierern gehört das Aargauer Duo Aarau und Baden, das miteinander drei Plätze nach hinten rutscht. Schuld sei ein typischer «Ranking-Effekt», erklärt eine an der Auswertung beteiligte Mitarbeiterin gegenüber der «Bilanz»: Die beiden Städte seien zwar nicht schwächer geworden, andere aber dafür stärker.

Mit den letzten Rängen vorliebnehmen müssen Le Locle (NE, 138. Platz), Steffisburg (BE, 139. Platz) und Val-de-Travers (NE, 140). Das Problem: Es mangelt diesen Städten laut «Bilanz» an Bevölkerungswachstum, ausserdem schneiden sie bei den Themen Mobilität und Steuern schlecht ab.

fko

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