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Kritik an der Zulassung von Pestiziden

Umweltverbände kritisieren das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel schon lange als intransparent. Jetzt bekommen sie Rückendeckung – von unverdächtiger Seite.

Ob ein Pestizid eingesetzt werden darf, entscheidet in der Schweiz das Bundesamt für Landwirtschaft. Foto: Getty Images
Ob ein Pestizid eingesetzt werden darf, entscheidet in der Schweiz das Bundesamt für Landwirtschaft. Foto: Getty Images

Um Einzelfälle handelt es sich längst nicht mehr. Immer wieder müssen die Bundesbehörden Pestizide vom Markt nehmen, weil sich herausstellt, dass die Stoffe gefährlicher sind als ursprünglich eingestuft. Seit 2005 haben sie dies bei 148 Wirkstoffen getan.

Vor diesem Hintergrund hat ein Bericht, der gestern publik geworden ist, beträchtliche Sprengkraft. Dessen Fazit: Das Zulassungsverfahren für Pestizide hat bedeutende Defizite. Neu ist diese Erkenntnis zwar nicht; Umweltverbände weisen schon lange darauf hin. Nun aber – und das macht den Bericht politisch pikant – wird sie von unabhängiger Seite bestätigt. Verfasser ist das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG, das die Evaluation im Auftrag verschiedener Bundesämter vorgenommen hat, darunter das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und das Bundesamt für Umwelt (Bafu).

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