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«Wir sind wohl eine der wichtigsten sozialpolitischen Organisationen»

(Adrian Moser)

Frau Huber-Hotz, die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft, abgekürzt SGG, gibt es seit 200 Jahren – und doch kennt sie niemand. Was machen Sie falsch?

Die SGG habe «bis jetzt» kein Marketing, sagen Sie. Soll sich das ändern?

Aber im Prinzip will die SGG weiterhin im Hintergrund tätig sein?

Die Bezeichnung «Gemeinnützige Gesellschaft» wirkt etwas veraltet. Hat man auch schon über eine Namensänderung nachgedacht?

In Ihren neueren Unterlagen steht der Satz, die SGG sei «lange Zeit die wichtigste national tätige sozialpolitische Organisation unseres Landes» gewesen. Sie waren das also «lange Zeit», aber heute nicht mehr?

Welche Organisationen gehen auf Initiative der SGG zurück?

Was waren die Vorstellungen der Gründer der SGG vor 200 Jahren?

War die SGG Ende des 19. Jahrhunderts, also nach Gründung der Schweiz, auch ein Gegengewicht zu sozialistischen Ideen? In einem frühen Dokument ist von der SGG als «Bollwerk gegen den überwuchernden Staatssozialismus» die Rede.

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft hat offenbar, so liest man mit Erstaunen, bei der Suppenfirma Maggi Pionierarbeit geleistet.

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Maggi heute einem multinationalen Konzern gehört.

Gehört denn Nestlé wenigstens zu den Spendern der SGG – oder müsste man Nestlé an diese Maggi-Geschichte erinnern?

Sie finanzieren sich mit Legaten, haben Sie eingangs erklärt. Wer sind denn die Stifter dieser Legate?

Und hoch ist der jährliche Umsatz?

Wohin fliesst dieses Geld?

Betrugsfälle gibt es keine?

Sie unterstützen auch Studien zur Freiwilligenarbeit. Ist es immer schwieriger geworden, Menschen für Freiwilligenarbeit zu gewinnen?

Aber es heisst doch, Vereine hätten Nachwuchsschwierigkeiten.

Bald ist 1. August. Sie sind für die Feier auf dem Rütli zuständig, weil die Gemeinnützige Gesellschaft das Rütli 1859 gekauft hat. Wer hält dieses Jahr die Festrede?

Wer darf aufs Rütli – und wer nicht?

Gibt es Befürchtungen eines rechtsextremen Aufmarschs?

Haben Sie Fichen angelegt?

Braucht es die Gemeinnützige Gesellschaft in der Zukunft überhaupt noch? Es gibt doch so viele andere Organisationen, die sich für eine soziale Schweiz einsetzen.

Der Gründer der SGG, der Zürcher Stadtarzt Hans Caspar Hirzel, hat einmal gesagt, man müsse den Leuten die «selige Wonne der Wohltätigkeit» ans Herz legen. Es wäre doch eine Aufgabe, das bei den heutigen Unternehmern und Bonusbezügern auch wieder zu versuchen.

Die USA stehen bei uns in der Kritik, aber punkto wohltätiges Engagement sind amerikanische Unternehmer Schweizer Firmen voraus.

Ist für Sie das Präsidentenamt bei der SGG eines von vielen Ämtern?

Sie vermissen den Abschied aus der Bundespolitik also nicht?

Mit Blick auf die momentanen Bundesratswirren sind Sie als Bundeskanzlerin gerade zur rechten Zeit zurückgetreten.

Sind Sie momentan auch vom Fussballfieber erfasst?

Vorletzte Woche hat die SGG in Zürich ein grosses Jubiläumsfest veranstaltet, aber sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Grund für die mangelnde Aufmerksamkeit der Medien ist vielleicht, dass ausser Ihnen keine prominente Person im SGG-Vorstand sitzt.

Hat das Fest der SGG Schub für die nächsten 100 Jahre gegeben?

Sie sind also zuversichtlich, dass es mit der SGG weitergeht?