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Wieder ungewollte Schussabgabe

In der Kaserne Bremgarten AG ist es gestern Abend zu einer ungewollten Schussabgabe mit einem Sturmgewehr gekommen. Ein Rekrut wurde mit Verdacht auf ein Knalltrauma ins Krankenhaus eingeliefert.

Auf einem Waffenplatz in Bremgarten, Aargau, feuerte ein Rekrut mit seinem Sturmgewehr versehentlich einen Schuss ab. Der stellvertretende Armeesprecher Christoph Brunner bestätigt eine Meldung von Radio 24.

Der Zwischenfall ereignete sich auf einer abgelegenen Wachtdienst-Anlage. Mit der 24-stündigen Abschlussübung sollte die Fähigkeit der Rekruten im Wachtdienst überprüft werden. Wie Oberst Rolf Siegenthaler, Waffenplatzkommandant von Bremgarten bestätigt, ist ein Rekrut verletzt worden. Er befindet sich in Spitalpflege, es wird abgeklärt, ob er ein Knalltrauma erlitten hat. «Seine Hörfähigkeit war gestern nach dem Vorfall vermindert, zu Abklärungen wurde er ins Kantonsspital Aarau eingeliefert», sagt Siegenthaler gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz.

Rekrut kann wieder hören

Inzwischen ist der Bericht des Truppenarztes aufgrund der Untersuchung im Kantonsspital Aarau eingetroffen. Der betroffene Rekrut hat keine Hörschäden. Er benötigt keine Therapie. Er wird für zwei Wochen vom Schiessen befreit und anschliessend nochmals untersucht.

«Zwischenfälle hat es immer mal wieder gegeben»

Die Übung wurde nicht mit durchgeladener Waffe absolviert, das Sturmgewehr war lediglich untergeladen (ohne ausgeführte Ladebewegung). Die Armee liess am Mittwoch den Wachtdienst mit durchgeladener Waffe per sofort einstellen. Damit reagierte das Departement Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf acht ungewollte Schussabgaben während dem Wachtdienst in den vergangenen neun Monaten. Dass diese Massnahme Zwischenfälle nicht ganz verhindern kann, zeigt der jüngste Schussabgabe in der Kaseren Bremgarten. «Solche Zwischenfälle hat es immer mal wieder gegeben, auch wenn die Waffe nicht durchgeladen war», so Siegenthaler.

Nach Angaben von Siegenthaler machte die Militärpolizei eine Tatbeweisaufnahme und befragte den Rekruten, aus dessen Waffe sich der Schuss gelöst hatte. Ob der Zwischenfall disziplinarische oder militärgerichtliche Folgen habe, stehe noch nicht fest.

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