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Wieder normales Bier im Basler Joggeli – ausser bei «roten» Spielen

Ab Februar wird die Alkoholregelung im St.-Jakob-Park versuchsweise gelockert: Es gibt keine Beschränkung der Volumenprozente mehr – bei Hochrisikospielen gelten neu noch strengere Massnahmen.

Die Bierlieferanten können sich auf einen erhöhten Absatz im St. Jakob-Park einstellen.
Die Bierlieferanten können sich auf einen erhöhten Absatz im St. Jakob-Park einstellen.
Keystone

Bisher mussten sich die Fans des FC Basel mit Light-Bier zufrieden geben. Ab sofort wird die Regelung aufgehoben – versuchsweise. Für ein Jahr wird die regionale Vereinbarung vom 29. Juni 2010 aufgehoben, welche den Ausschank von Getränken mit weniger als drei Volumenprozenten vorschreibt, wie das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement mitteilte.

Diese Massnahme gilt ab der zweiten Saisonhälfte des FC Basel, der am 2. Februar den Meisterschaftsbetrieb wieder aufnimmt und am 8. Februar gegen die Young Boys sein erstes Heimspiel austrägt. Für alle Spiele der Risikoeinschätzung «grün» bis «orange» (Low Risk, Middle Risk, Middle Risk Plus) wird die Beschränkung der Volumenprozente beim Getränkeverkauf aufgehoben.

Wenige Ausnahmen

Ausgenommen davon sind aber die Hochrisikospiele. Dort gilt die Alkoholregelung weiter und wird gar noch verschärft: Für alle sogenannten Hochrisiko-Spiele («rot») gilt ausserhalb von einzeln abgegrenzten und kontrollierten Bereichen («VIP-Bereich») ein absolutes Alkoholverkaufsverbot. Dies soll neu auch im Umfeld des Stadions durchgesetzt werden. Mit den Betreibern bzw. Bewilligungsgebern von entsprechenden Verkaufsstellen sei die Kantonspolizei im intensiven Kontakt, teilt das Justiz- und Sicherheitsdepartement weiter mit.

Als Hochrisiko-Spiel stuft die Kantonspolizei nur ganz wenige Spiele ein – zumeist (und im Kalenderjahr 2013 ausschliesslich) die internationalen Spiele. Bei diesen gibt bereits der für den Wettbewerb verantwortliche Verband innerhalb des Stadions ein weitgehendes Alkoholverbot vor.

Projekt auf Bewährung

Ziel der neuen Regelung ist zum einen eine Entspannung der Situation rund um sowie beim Zutritt zum Stadion. Viele Matchbesucherinnen und Matchbesucher konsumierten ausserhalb des Stadions alkoholische Getränke und gingen erst kurz vor dem Spiel ins Stadion. Dies erschwerte zeitlich und atmosphärisch die Eingangkontrollen. Die Lockerung der Alkoholregel soll Abhilfe schaffen und Druck von den Eingangskontrollen nehmen.

Dieser Versuch vorderhand für ein Jahr beschränkt und wird wissenschaftlich begleitet. Eine vom Justiz- und Sicherheitsdepartement und dem FC Basel gemeinsam finanzierte Studie soll die Auswirkungen auf das Verhalten der Besucherinnen und Besucher sowie die Entwicklung von Gewalt- und weiteren Ereignissen rund um das Stadion St.-Jakob-Park auswerten. Sollte sich die neue Regelung nicht bewähren, gilt nach Ablauf des einjährigen Versuchbetriebs wieder die bisherige Vereinbarung.

(SDA)

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