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Wie pflegen Sie Ihre Eltern?

Wenn die Eltern pflegebedürftig sind und nicht ins Altersheim wollen, die Spitex aber zu teuer ist, bleiben nicht viele Möglichkeiten. Manche engagieren eine Billigkraft aus dem Ausland. Was sind Ihre Erfahrungen?

«Viele bleiben gern daheim»: Eine Spitex-Mitarbeiterin besucht einen Betagten im Münstertal, Kanton Graubünden.
«Viele bleiben gern daheim»: Eine Spitex-Mitarbeiterin besucht einen Betagten im Münstertal, Kanton Graubünden.
Keystone

Die Pflege im Alter dürfte einigen Leuten Bauchweh machen. Spätestens wenn die eigenen Eltern oder sonstige Angehörige auf Pflege angewiesen sind, stellen sich Fragen: Selber betreuen? Ins Altersheim? Oder jemanden einstellen, der zu Hause mithilft?

Manche würden ihre Eltern vielleicht gern selber pflegen, schaffen das aber organisatorisch und finanziell nicht. Was, wenn das Spitex-Angebot zu teuer ist und ein Heimaufenthalt keine Alternative? Manche fühlen sich nicht wohl im Heim, oder sie wollen nicht dorthin, weil sie wegen der hohen Heimkosten das Haus verkaufen müssten. Der Staat springt erst ein, wenn das Vermögen aufgebraucht ist.

Manche greifen auf ein Angebot zurück, das sich in den letzten Jahren etabliert hat: Ausländische Pflegekräfte, meistens Frauen aus Osteuropa, pflegen die betagten Personen zu Hause, zu vergleichsweise moderaten Preisen. Das Problem dabei: Diese Tätigkeit ist nicht dem Arbeitsgesetz unterstellt, die Frauen werden deshalb oft gnadenlos ausgebeutet. Sie stehen rund um die Uhr zur Verfügung, haben kaum Ruhe- und schon gar keine Freizeit und verdienen miserabel. «Moderne Sklaverei» lautet der Kommentar von TA-Autor Michael Soukup.

Der Bund geht das Problem sehr zögerlich an. Immerhin will er mit den Kantonen bis Mitte 2018 Regeln erarbeiten für die 24-Stunden-Betreuungsarbeit in Privathaushalten. Etwa zur Abgeltung von Bereitschaftsdienst.

Haben Sie Erfahrungen mit der Betreuung von Betagten? Bitte schreiben Sie uns auf inland@tages-anzeiger.ch und nehmen Siehier an unserer Umfrage teil.

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