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Wie geht es weiter? – Ratlosigkeit in Bern

Der isländische Vulkan stellt Behörden und Experten vor Rätsel. Sie können nur schwer abschätzen, wann sich die schwarze Schicht verzieht – und versuchen es trotzdem.

Der Betrieb auf Europas Airports ist zur Normalität zurückgekehrt: Landendes und startendes Flugzeug auf dem Flughafen Frankfurt am 21. April.
Der Betrieb auf Europas Airports ist zur Normalität zurückgekehrt: Landendes und startendes Flugzeug auf dem Flughafen Frankfurt am 21. April.
Reuters
Seine Kraft lässt nach: Der Eyjafjallajökull am 20. April 2010.
Seine Kraft lässt nach: Der Eyjafjallajökull am 20. April 2010.
Keystone
Düstere Aussichten: Eine Satellitenaufnahme zeigte, wie sich die Aschenwolke allmählich über Europa ausbreitet.
Düstere Aussichten: Eine Satellitenaufnahme zeigte, wie sich die Aschenwolke allmählich über Europa ausbreitet.
Reuters
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Meteorologen, Behörden, Fluggesellschaften: Sie alle betreten nach dem Ausbruch des Vulkans in Island Neuland. Vor den Medien in Bern zeigten sich Vertreter des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) hilflos vor der Situation, weil vergleichbare Erfahrungswerte fehlen.

Es fehlten wissenschaftliche Daten zur idealen Verdünnung einer Vulkanaschewolke - und zwar weltweit, sagte BAZL-Vizedirektor Werner Bösch. Ohne genaue Kriterien seien keine genauen Prognosen für die Luftfahrt möglich.

Gesperrt bis am Sonntag

Prognosen wagte hingegen Marcel Haefliger, Chef des Flugwetterdienstes von Meteo Schweiz. Er geht nicht davon aus, dass sich die Wettersituation in den kommenden Stunden dramatisch verändern wird und stellte in Aussicht, dass der Luftraum wohl noch länger als nur bis 20 Uhr gesperrt sein wird. Auch am Sonntag bleibe der Luftraum wohl zu. Die Airline Swiss hat am Samstagnachmittag angekündigt, sie könne frühestens am Sonntag um 10 Uhr wieder fliegen.

Die BAZL-Vertreter wollten dazu keine Angaben machen. Sie verwiesen auf einen Entscheid, der im Laufe des Nachmittags fallen und kommuniziert wird. Aber auch sie zeigten sich angesichts der Entscheide in Deutschland, den Luftraum weiter gesperrt zu halten, wenig optimistisch.

Dramatische Folgen

Da die Tragweite des geschlossenen Luftraums derart enorm seien, wolle das BAZL auch alle Vorsicht walten lassen bei einer Verlängerung der Sperrung, sagte BAZL-Direktor Peter Müller und sprach von dramatischen Folgen für die Luftfahrt, die Passagiere und Unternehmen, aber insbesondere für die Wirtschaft.

Gleichzeitig betonte er, dass die Grundlagen für die weitere Schliessung oder die Öffnung des Luftraums auf sicheren Grundlagen basieren müssten. Und daran arbeiteten alle Verantwortlichen.

Dass alle Behörden vor einer neuen, bisher unbekannten Situation stehen, war an der Medienkonferenz in Bern unüberhörbar. «Der Ausbruch des Vulkans auf Island ist ein Ereignis, das in der Neuzeit in Europa noch nie passiert ist», sagte Haefliger von Meteo Schweiz.

SDA/oku

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