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«Wie eine Aussätzige»

Die Berner SP-Stadträtin Lea Kusano wurde als 15-Jährige schwanger und entschied sich für eine Abtreibung.

«Vor und nach der Abtreibung war ich recht emotionslos»: Lea Kusano.
«Vor und nach der Abtreibung war ich recht emotionslos»: Lea Kusano.

«Ich behalte es», war Lea Kusanos erster Gedanke. Sie war 15 Jahre alt, im letzten Schuljahr und schwanger. Heute ist Kusano 34-jährig und arbeitet als Projektleiterin und Beraterin im Bereich politische Kommunikation. Sie sitzt für die SP im Berner Stadtrat und spricht als eine von wenigen Frauen offen über ihre Abtreibung. «Blödsinnig» sei sie schwanger geworden, sagt Kusano, aufgeklärt worden war sie eigentlich. Doch dann passierte es trotzdem: Die Periode blieb aus, Kusano ging zum Frauenarzt, erfuhr, dass sie schwanger war – und wollte das Baby behalten. Ihre Mutter sicherte ihr Unterstützung für beide Szenarien zu; mit oder ohne Kind. Ihr Freund war in derselben Klasse und wollte, dass sie abtreibt, brach aber den Kontakt nicht ab.

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