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Wie die JSVP gegen linkspolitische Lehrer vorgehen will

Die Nachwuchspolitiker der SVP starten eine «Offensive gegen linke Lerninhalte». Dazu gehört eine Meldestation, bei der sich Jugendliche über ihre Lehrer beschweren können.

Schüler, denen der Unterricht zu links ist, sollen sich melden können: Schweizer Klassenzimmer. (Archivbild)
Schüler, denen der Unterricht zu links ist, sollen sich melden können: Schweizer Klassenzimmer. (Archivbild)
Keystone

Die Junge SVP lanciert ein neues Schulprojekt, die «Freie Schule». Weil viele Lehrer ihre Schüler linkspolitisch beeinflussen würden, hat die Jungpartei eine neue Website aufgeschaltet, berichtet die «Schweiz am Sonntag».

Das Angebot www.freie-schulen.ch richtet sich an Schüler der Sekundar-, Gymnasial- sowie Berufsschulstufe und beinhaltet zwei zentrale Punkte, um sich «gegen die Indoktrination» zu wehren, wie es heisst. Erstens hat die JSVP eine Meldestation eingerichtet. Jugendliche können auf Freie-Schulen.ch Beschwerden gegen ihre Lehrer einreichen, sollten diese linkspolitischen Unterricht erteilen.

JSVP will selber intervenieren

Dafür stehen verschiedenste Beanstandungskategorien zur Auswahl, von «politischer Indoktrination» bis hin zur «Verunglimpfung von Parteien». Die JSVP würde dann bei den betroffenen Schulen intervenieren. Jede Meldung werde vertraulich behandelt, verspricht die Partei. Lehrer sollen nicht an den Pranger gestellt werden.

Die Meldestelle ist nicht die einzige Neuerung. Die Website bietet auch «alternatives Wissen, das den gängigen Lehrbüchern widerspricht», schreibt die JSVP. «Wir starten eine Offensive gegen linke Lerninhalte», sagt Anian Liebrand, Präsident der JSVP. Dafür werden Dokumente, Broschüren, Essays und Meinungsbeiträge hochgeladen, welche «die Mainstream-Medien» verschweigen würden.

Zu viele Che-Guevara-T-Shirts

Themen der Beiträge sind die Energiewende, Gender-Fragen oder die Klimaerwärmung. Das Hauptaugenmerk wird auf der Schweizer Geschichte liegen. Diese sei systematisch zurückgedrängt und durch Weltpolitik ersetzt worden. Zudem würden Geschichtsbücher die Rolle der Schweiz beispielsweise im Zweiten Weltkrieg einseitig darstellen. Hier werde die Leistung der Armee als Schutzfaktor klar verkannt, sagt Liebrand.

Letztlich gehe es aber darum, das Zeitgeschehen peppig und frech darzustellen. Die jungen Linken seien an den Schulen und Universitäten breit vertreten, was beispielsweise die weit verbreiteten Che-Guevara-T-Shirts unter Studenten zeigten. «Wir wollen eine Alternative bieten», sagt Liebrand und fügt hinzu: «Wir werden über unsere Website Christoph-Blocher-T-Shirts verkaufen.»

Die Aktion der JSVP hat bereits viele Reaktionen hervorgerufen. Darunter auch spöttische wie die Web-Parodie www.freieschulen.ch zeigt.

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