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Werden Sie Anwalt in Tripolis!

Charles Poncet tritt Leuten in den Hintern. Sein Beruf setzt das allerdings voraus.

Gerissenheit ist im Beruf des Anwalts Pflicht.
Gerissenheit ist im Beruf des Anwalts Pflicht.
Keystone

Um sich in Genf als Anwalt hervorzuheben, muss einer gewieft, gerissen und scharfzüngig sein. Bei Charles Poncet paaren sich diese Fähigkeiten mit der Hemmungslosigkeit, anderen Leuten an den Karren zu fahren. Er zöge den Ausdruck «botter les fesses» vor. Was elegant tönt, bedeutet auf Deutsch: in den Hintern treten. Genau das tut Poncet nun in der Zeitschrift «L’Hebdo» dem NZZ-Korrespondenten für die Romandie, Christophe Büchi. Perfid lobt der Anwalt und Ex-Nationalrat der Liberalen die NZZ als «die mit Abstand beste Schweizer Zeitung», bevor er ein vernichtendes Urteil über die Arbeit ihres Westschweizer Berichterstatters fällt. Ein Porträt, das Büchi mit leichter Feder und einem Schuss Selbstironie über die hübsche Genfer Staatsschreiberin verfasste, geriet Poncet in den falschen Hals. «Ihre Artikel sind eine Ansammlung von Plattitüden, Klischees und Gemeinplätzen», wirft er dem Journalisten vor. Der «offene Brief» gipfelt in der Aufforderung an Büchi: «Tun Sie uns den Gefallen: Werden Sie 2011 Korrespondent in Senegal.»

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