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«Wer schwarz ist, wird als Drogenhändler abgestempelt»

Personenkontrolle nur wegen der Hautfarbe: Amnesty International kritisiert, dass Dunkelhäutige in der Schweiz regelmässig grundlos angehalten würden – und schlägt zwei Lösungen vor.

Die Frage, nach welchen Kriterien Personen von der Polizei angehalten werden, führt zu einer Kontroverse: Beamte überprüfen einen Verdächtigen.
Die Frage, nach welchen Kriterien Personen von der Polizei angehalten werden, führt zu einer Kontroverse: Beamte überprüfen einen Verdächtigen.
Keystone
Amnesty International (AI) sagt, häufig würden Schwarze ungerechtfertigt von Polizisten durchsucht: Personenkontrolle an der Langstrasse in der Stadt Zürich.
Amnesty International (AI) sagt, häufig würden Schwarze ungerechtfertigt von Polizisten durchsucht: Personenkontrolle an der Langstrasse in der Stadt Zürich.
Keystone
Hinter den systematischen Kontrollen Dunkelhäutiger stecken gemäss AI häufig ausschliesslich negative Erfahrungen mit der Personengruppe: Personenkontrolle an der Langstrasse.
Hinter den systematischen Kontrollen Dunkelhäutiger stecken gemäss AI häufig ausschliesslich negative Erfahrungen mit der Personengruppe: Personenkontrolle an der Langstrasse.
Keystone
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Frau Graf, Amnesty International kritisiert, dass Polizisten in der Schweiz Schwarze regelmässig nur aufgrund ihrer Hautfarbe kontrollieren. Wie oft kommt dieses Racial Profiling vor? Wir erhalten immer wieder Meldungen von Schwarzen, dass sie grundlos von der Polizei kontrolliert wurden – zum Teil unter Gewaltanwendung. Die Zahl dieser Fälle hat in den letzten zehn Jahren abgenommen: Früher beklagten sich Betroffene einmal pro Woche bei uns, heute noch einmal im Monat. Aber diese Zahl ist nicht repräsentativ. Viele Schwarze melden solche Vorfälle nicht. Es ist für sie ein Tabu, gegen die Polizei auszusagen. Sie fürchten etwa, deswegen ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlieren. Zudem führen die meisten Kantone keine Statistik über Polizeigewalt. Das macht eine Quantifizierung des Phänomens schwierig.

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