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Die Frau liebt es, zu regieren

Doris Leuthard ist eine Gestalterin – mit durchzogenem Erfolg. Eine Bilanz.

Ambivalentes Attribut: Doris Leuthard wird oft als «Strahlefrau» bezeichnet. Gemälde: Robert Honegger
Ambivalentes Attribut: Doris Leuthard wird oft als «Strahlefrau» bezeichnet. Gemälde: Robert Honegger

Die Politiker-Etiketten, die am hart­näckigsten kleben bleiben, drücken oft ambivalente Wertungen aus. So ist Chris­toph Blocher seit Jahren der «Übervater» (fürsorglich und hyperdominant), Paul Rechsteiner ein «Urgestein» (gehört einfach dazu, ist einfach nicht wegzubekommen) – und Doris Leuthard, die CVP-Magistratin, war, ist und bleibt die «Strahlefrau». «Als Strahlefrau der Aargauer CVP wurde die Anwältin in den Nationalrat gewählt», verkündete der «SonntagsBlick» 1999, als Leuthards erstaunliche Karriere auf nationaler Ebene ihren Anfang nahm. Die «Strahlefrau wird auf dicken, weichen Kissen in den Bundesrat getragen», hiess es 2006 in der «NZZ am Sonntag» zum Einerticket, auf dem die CVP ihre damalige Parteichefin für die Landesregierung nominierte. «CVP-Strahlefrau Leuthard gefällt sich in der Rolle der visionären Energieministerin», resümierte vor vier Jahren der «Tages-Anzeiger», nachdem Leuthard, bis 2010 für die Volkswirtschaft zuständig, in das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) gewechselt hatte.

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