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Wegen Atomdebatte: Berner BDP-Präsident tritt zurück

Der Berner BDP-Präsident Urs Gasche tritt per sofort zurück. Grund dafür ist die nach den Vorfällen in Japan wieder aufflammende Atomdebatte in der Schweiz.

Tritt wegen Interessenskonflikten als BDP-Kantonalpräsident zurück: Urs Gasche.
Tritt wegen Interessenskonflikten als BDP-Kantonalpräsident zurück: Urs Gasche.
Beat Mathys

Der Berner BDP-Präsident Urs Gasche befürchtet Interessenskonflikte, da er auch Verwaltungsratspräsident des Berner Energiekonzerns BKW ist. Deshalb wolle er das Präsidium rasch abgeben, heisst es in einer Mitteilung der BDP vom Donnerstag. Die Partei bedauert, mit Gasche einen «hervorragenden politischen Denker und Strategen» an der Spitze zu verlieren.

Doch man könne Gasches Beweggründe nachvollziehen. Diese sprächen nicht zuletzt für seine politische Integrität, heisst es in der Mitteilung weiter. Die BDP sprach sich jüngst in einem Positionspapier für einen geordneten Ausstieg aus der Atomkraft aus.

Für Hans Grunder, Präsident der BDP Schweiz, ist «der Zeitpunkt gekommen, das Projekt Ausstieg anzugehen - ohne Wenn und Aber», wie er in einem Interview der Zeitung «Sonntag» von letzter Woche sagte.

Der Energiekonzern BKW betreibt unter anderem das Atomkraftwerk im bernischen Mühleberg. Vergangene Woche sagte Gasche, das Unternehmen verfolge die Vorfälle in Japan mit grosser Sorge. Eine sofortige Abschaltung von Mühleberg halte die BKW-Führung aber nicht für notwendig. Über die Energiezukunft der Schweiz müsse nun eine breite Debatte in Gang kommen.

Die Berner BDP sucht derweil einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Vorderhand übernimmt der Vizepräsident und Grossrat Samuel Leuenberger die Parteileitung.

(SDA)

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