«Was hat man dann noch vom Leben? Nichts»

Fünf alte Menschen treffen sich zum Gespräch über das Sterben. Gegenüber dem begleiteten Suizid im Alter sind sie offen eingestellt – mit Einschränkungen.

«Man weiss halt nicht, was nach dem Tod kommt»: Engelgrab im Zürcher Friedhof Sihlfeld. Foto: Sophie Stieger

«Man weiss halt nicht, was nach dem Tod kommt»: Engelgrab im Zürcher Friedhof Sihlfeld. Foto: Sophie Stieger

Wie ist Ihr Verhältnis zum Tod?
Emil: Ich war schon dreimal dabei, als Menschen gestorben sind. Das war jedes Mal schön. Ich finde den Tod an und für sich etwas Schönes.

Inwiefern war das schön?
Emil: In meinem ersten Lehrjahr kam eine Frau in unsere Molkerei und sagte, sie müsse sich setzen, ihr werde schwarz. Mein Vater sagte, wir müssten sie in die Wohnung bringen. Sie wollte den Pfarrer und einen Arzt. In der Zwischenzeit musste ich bei ihr bleiben. Das vergesse ich bis heute nicht. Sie hat meine Hand genommen und gedrückt wie verrückt. Sie wollte mich nicht mehr gehen lassen. Plötzlich wurde der Händedruck schwächer. Ich hatte das Gefühl, sie lache. So etwas Schönes.

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