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Warum die Schweizer ihre Demokratie lieben

67 Prozent der Schweizer sind mit ihrem politischen System zufrieden. Sie liegen damit weit vor anderen Ländern.

Die Schweizer mögen ihr Mitbestimmungsrecht: Innerrhoder Landsgemeinde in Appenzell, 25. April 2004.
Die Schweizer mögen ihr Mitbestimmungsrecht: Innerrhoder Landsgemeinde in Appenzell, 25. April 2004.
Keystone

Die Schweizer und Schweizerinnen sind mit ihrer Demokratie sehr zufrieden. 67 Prozent befürworten das hiesige politische System. Sie liegen damit weit vor Deutschland (29 Prozent) und Österreich (34 Prozent). Dies ergab eine Umfrage in den drei Ländern für das Magazin «Reader's Digest».

Der gute Wert in der Schweiz sei leicht erklärbar, wird Stefan Liebig, Soziologe an der Uni Bielefeld, in einem Communiqué zitiert: «Die Bevölkerung ist viel stärker in einzelne Fragestellungen eingebunden. Bei langfristigen Vorhaben versucht man in der Schweiz eine möglichst breite Zustimmung in der Bevölkerung zu erhalten.»

Es geht «sehr gerecht» zu

In der Schweiz befragte das Marktforschungsinstitut Demoscope im Auftrag von «Reader's Digest» landesweit 1008 Personen, in Deutschland befragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid bundesweit 1006 Menschen, und in Österreich befragte Emnid landesweit 500 Personen.

Gemäss der Umfrage finden 78 Prozent der Schweizer, es gehe «sehr gerecht» oder «eher gerecht» in ihrem Land zu. In Deutschland sind es 44 Prozent, in Österreich 56 Prozent.

Noch mehr Mitspracherecht

Trotz der etablierten Mitbestimmungsrechte würden die Schweizer gerne noch mehr mitentscheiden. So gaben 41 Prozent der Befragten an, der Einfluss der Bürger auf Entscheidungen der Politik sei noch immer zu gering.

73 Prozent der Deutschen beklagen, dass der Einfluss der Bürger auf die Politik zu gering sei. In Österreich gaben 56 Prozent an, Politik würde zu häufig gegen die Wünsche der Bürger gemacht.

SDA/bru

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