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Vier Schlüssel für Maurer, einer für Parmelin

Eveline Widmer-Schlumpf und Ueli Maurer haben die Schlüssel ihrer Departemente weitergegeben. Maurer übernimmt das Finanzdepartement und Parmelin das VBS.

Bundesrat Ueli Maurer übergibt seinem Nachfolger im VBS Guy Parmelin eine Fahne. (23.12.2015)
Bundesrat Ueli Maurer übergibt seinem Nachfolger im VBS Guy Parmelin eine Fahne. (23.12.2015)
Peter Schneider, Keystone
Ueli Maurer und Guy Parmelin bei der Schlüsselübergabe. (23.12.2015)
Ueli Maurer und Guy Parmelin bei der Schlüsselübergabe. (23.12.2015)
Peter Schneider, Keystone
In Finanzdepartement müsse man aber stets genau wissen, wo welches Geschäft stehe, sagte die abtretende Bundesrätin. (23.12.2015)
In Finanzdepartement müsse man aber stets genau wissen, wo welches Geschäft stehe, sagte die abtretende Bundesrätin. (23.12.2015)
Peter Schneider, Keystone
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Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe hat die scheidende Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Mittwoch ihr Departement Bundesrat Ueli Maurer überlassen. Bundesrat Ueli Maurer hat seinerseits den Schlüssel des VBS abgegeben. Ab dem 1. Januar ist Ueli Maurer Finanzminister und Guy Parmelin Verteidigungsminister.

Maurer erhielt vier Schlüssel - und das Werk «Geld und Geist» von Jeremias Gotthelf. Der erste Schlüssel sei für den Bernerhof - den Sitz des Finanzdepartements - und sein künftiges Büro, sagte Widmer-Schlumpf. Der zweite Schlüssel sei jener für die einzelnen Ämter, und der dritte verschaffe ihm Zutritt zu den Finanzen.

Mittelweg gefragt

Mit diesem Schlüssel überreichte Widmer-Schlumpf Maurer das Gotthelf-Buch - auf dass er sich stets bewusst sei, dass «geistreich und mittellos» ebenso wenig wünschenswert sei wie «steinreich und geistlos». Gefragt sei ein Mittelweg, sagte Widmer-Schlumpf, ein möglichst geistreicher Umgang mit dem Geld, das zur Verfügung stehe.

Den vierten Schlüssel schliesslich bezeichnete sie als «Schlüssel zu den Herzen der Amtsdirektoren». Deren Vertrauen müsse man sich erarbeiten, doch es sei matchentscheidend. Die Amtsdirektoren seien der Sache verpflichtet, kritisch, konstruktiv und absolut loyal.

Weitere Schlüsselübergabe folgt

Zuletzt überreichte Widmer-Schlumpf Maurer ein goldenes Hufeisen als Glücksbringer und wünschte ihm viel Freude als Finanzminister. Das Departement sei sehr gut aufgestellt, sagte sie, die Prozesse seien optimiert, das Team funktioniere. Widmer-Schlumpf sprach auch eine Warnung aus: Der Detaillierungsgrad der Geschäftsplanung werde ihn möglicherweise im ersten Moment erschrecken. In Finanzdepartement müsse man aber stets genau wissen, wo welches Geschäft stehe. Maurer bedankte sich und liess sich die wichtigsten Mitarbeitenden vorstellen.

Der Schlüssel zu allem

Maurer hatte seinerseits keine Ratschläge für seinen Nachfolger Guy Parmelin auf Lager. Dieser wisse, was zu tun sein, erklärte er. Das wichtigste sei, dass man den Job nicht als Last empfinde, sondern mit Freude und Enthusiasmus ausführe. Es freue ihn, das Verteidigungsdepartement in die Hände von Parmelin legen zu können, dort sei es gut aufgehoben.

Maurer überreichte Parmelin «einen Schlüssel für alles» – ein kleines Exemplar in einer Holzschachtel. Parmelin stellte denn auch fest, er habe sich «den Schlüssel» grösser vorgestellt. Auch er hatte indes ein ganz kleines Geschenk dabei: Einen Einräppler als Startguthaben für den neuen Finanzminister.

Personalentscheide zu erwarten

Im Verteidigungsdepartement werde er nicht alles sofort auf den Kopf stellen, versicherte Parmelin. In den nächsten Wochen werde er aber Personalentscheide fällen. Parmelin braucht einen Generalsekretär oder eine Generalsekretärin, einen Informationschef sowie einen oder zwei persönliche Mitarbeitende.

SDA/dia

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