Vermieter macht E-Bikes aus Sicherheitsgründen langsamer

Die Firma Smide hat die Geschwindigkeit ihrer Mietvelos beschränkt.

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Die Firma Smide hat die Geschwindigkeit ihrer Mietvelos beschränkt. Die E-Bikes könnten mit 45 km/h fahren, doch der Motor wurde aus Sicherheitsgründen bei 35 km/h abgeriegelt, wie Raoul Stöckle, Co-Gründer von Smide, bestätigt: «Die Limitierung erfolgte auf eindringlichen Wunsch der Stadt Zürich, die eine hohe Zunahme an Unfällen befürchtet hatte.»

In Absprache mit der Stadt beobachtete man darauf während einer Testphase, wie häufig die Smide-Fahrer verunfallen. Nun ist der Test abgeschlossen. Seit dem Start 2017 waren laut Stöckle fünf Unfälle mit leichten bis mittelschweren Verletzungen zu verzeichnen.

Dieser Wert sei besser als jener von privaten E-Bikern: «Deshalb dürfen wir nun auf 45 km/h erhöhen.» Allerdings nicht bei allen Kunden. Das Maximaltempo wird vorerst nur selektiv freigeschaltet, etwa für geübte Vielfahrer.

Schwere Unfälle häufen sich

Smide vermietet in Zürich 200 E-Bikes. Der Start in Bern steht kurz bevor. Die Drosselung bei Smide verweist auf die wachsenden Probleme durch den Boom. Erstmals werden dieses Jahr über 100'000 E-Bikes verkauft. Rund ein Fünftel davon ist für 45 km/h zugelassen. Gleichzeitig häufen sich die schweren Unfälle.

Da auch schnelle Modelle den Radweg benutzen dürfen, kommt es zu Konflikten mit normalen Velos und Fussgängern. Das Bundesamt für Strassen hält aber daran fest: E-Bikes auf der Fahrbahn könnten noch mehr Unfälle verursachen.

(nag/sda)

Erstellt: 02.09.2018, 11:59 Uhr

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So betrage die Helmquote bei Freizeitfahrten zwar 55 Prozent. Auf dem Schulweg seien es noch 43 Prozent und auf dem Arbeitsweg 37 Prozent. Bei der Fahrt zum Einkaufen seien es sogar lediglich noch 22 Prozent, die einen Helm tragen.
Auf den schnellen E-Bikes sei der Velohelm obligatorisch, werde aber nur von 87 Prozent der Benutzer befolgt. Auf den langsameren E-Bikes betrage die Helmtragquote 67 Prozent.
Als ungenügend hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) den Eigenschutz der Rollerfahrer taxiert. So trage nicht einmal jeder vierte von ihnen eine Motorradjacke aus Leder oder abriebfestem Material. Zudem würden nur 42 Prozent der Rollerfahrer Handschuhe tragen. Einen Helm ziehen sich dagegen fast alle Rollerfahrer über.

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