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Verdingt, versorgt, verdrängt

Die Bilder von Paul Senn sind zu Ikonen eines historischen Unrechts geworden.

Vor dem Heimleiter, Knabenerziehungsheim Oberbipp, Kanton Bern, 1940.
Vor dem Heimleiter, Knabenerziehungsheim Oberbipp, Kanton Bern, 1940.
Paul Senn/FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. GKS © GKS
Knabe in der Erziehungsanstalt Sonnenberg, Kriens, 1944.
Knabe in der Erziehungsanstalt Sonnenberg, Kriens, 1944.
Paul Senn/FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. GKS © GKS
Erziehungsanstalt Sonnenberg, Kriens, 1944.
Erziehungsanstalt Sonnenberg, Kriens, 1944.
Paul Senn/FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. GKS © GKS
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Schon ziemlich verrückt, eigentlich. Da gilt einer als Klassiker der Fotografie in diesem Land, dabei als einer, der die Schweiz am liebsten in ihrem Sonntagsgewand zeigte, schönwetterselig, traditionsverliebt, den Bauern mehr als den Arbeitern verbunden, der Scholle mehr als der Strasse. Doch heute, mit dem nötigen Abstand, sieht man: Paul Senn (1901–1953), der vermeintliche Heimatfotograf, war einer der Ersten, wenn nicht der Einzige in seiner Zeit, der auch die Schatten auf diesem hehren Flecken Erde fotografierte.

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