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Unter Kontrolle

Michel Huissoud ist einer der mächtigsten Männer im Bundeshaus. Mit ihm hat sich die Finanzkontrolle in ein effizientes Führungsinstrument verwandelt.

Hätte die EFK Michel Huissoud überprüfen lassen, hätte sie ihn nicht eingestellt. Foto: Raffael Waldner (13Photo)
Hätte die EFK Michel Huissoud überprüfen lassen, hätte sie ihn nicht eingestellt. Foto: Raffael Waldner (13Photo)

Sommer 1976. Rekrut Michel Huissoud sitzt im Keller eines Thurgauer Landschulhauses im scharfen Arrest. Es ist der erste von zehn Tagen. Sein Vergehen: Er hat im Wald geschlafen statt in der Kaserne, als seine Freundin ihn besuchte. Und in dieser zum Knast umfunktionierten Schulhausgarderobe, im säuerlichen Geruch angesammelten Jungmännerschweisses, hat der heutige Direktor der eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) seine Erweckung: Rebellion allein genügt nicht im Leben. Man muss genau wissen, wie man sich wehren kann gegen die Mächtigen. Sonst wird man Opfer von Ungerechtigkeit. Seine Mitrekruten, die auch im Wald übernachtet haben, sind mit drei Tagen Arrest davon­gekommen. Nur ihn hat es härter getroffen, weil er die Vorgesetzten mit kritischen Fragen nervte. Da fällt Huissouds Entscheid: Er will Jus studieren. Und nie mehr dumme Befehle befolgen müssen.

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