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Umfrage: Vierjährige sind zu jung für die Schule

Die Schulreform droht laut einer Umfrage am frühen Eintrittsalter der Kinder zu scheitern. Das sei der Hauptgrund für das Nein der Luzerner Stimmbürger.

Scheint den Nerv zu treffen: Harmos-kritisches Plakat der SVP.
Scheint den Nerv zu treffen: Harmos-kritisches Plakat der SVP.
Keystone

Wegen des frühen Schulalters sei Harmos im vergangenen September vom Stimmvolk des Kantons Luzern abgelehnt worden. Das teilte das Marktforschungsinstitut IHA GfK Schweiz nach einer Umfrage mit. Die übrigen Harmos-Ziele fänden breite Zustimmung.

58 Prozent der im vergangenen Oktober in der Deutsch- und der Westschweiz befragten 1100 Personen sind gegen einen Kindergarteneintritt im vierten Altersjahr, wie die Hergiswiler Marktforscher heute bekannt gaben.

Schuleintritt mit fünf Jahren gewünscht

Am stärksten gegen die frühe Einschulung seien Familien mit Kindern, die die Schulzeit bereits hinter sich haben. Sie hätten sich sogar zu 68 Prozent gegen die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos) geäussert. 46 Prozent der Westschweizer könnten sich einen so frühen Schuleintritt vorstellen. 72 Prozent aller Befragten haben laut den Angaben aber nichts gegen den Schuleintritt im Alter von fünf oder mehr Jahren.

Die Befragung zeigte laut IHA GfK auch, dass die Diskussion um Harmos im Vorfeld der Luzerner Abstimmung am Kern der Sache vorbeiging. Denn die breite Mehrheit der Befragten habe den übrigen Harmos-Zielen zugestimmt. Mit 87 bis 93 Prozent befürworteten die Befragten gemäss Umfrage eine Einheitlichkeit bei der Lehrerausbildung, beim Schuleintrittsalter, Schulsystem und bei den Lehrplänen für alle 26 Kantone.

Mit heutigem System zufrieden

Mit dem derzeitigen Schweizer Volksschulsystem sind gemäss Umfrage nur wenige unzufrieden. Rund die Hälfte der Befragten finden es klar besser als die Schulsysteme anderer europäischer Staaten. Rund ein Drittel stuft es als gleichwertig ein. Und nur zwölf Prozent taxieren das Schweizer Volksschulsystem als schlechter als jenes der Nachbarstaaten. Die Deutschschweizer zeigten sich mit 52 Prozent zufriedener als die Westschweizer mit 43 Prozent.

AP/oku

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