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Totgeburt einer Syrerin: Bundesrat soll sich entschuldigen

Die Flüchtlingshilfe will, dass der Bund sich bei der Familie entschuldigt, die wegen unterlassener Hilfeleistung ihr Baby verloren haben soll. Sie fordert zudem eine Gesetzesanpassung.

«Die Unmenschlichkeit der ‹Festung Europa›»: Der Mann der syrischen Migrantin trägt das tote Kind aus dem Krankenhaus.
«Die Unmenschlichkeit der ‹Festung Europa›»: Der Mann der syrischen Migrantin trägt das tote Kind aus dem Krankenhaus.
Screenshot SRF1

Der Fall einer syrischen Migrantin sorgt für öffentliche Empörung: Die Frau soll wegen verweigerter medizinischer Hilfe bei einer Rückführung durch das Schweizer Grenzwachtkorps nach Italien eine Totgeburt erlitten haben. Die Schweizer Flüchtlingshilfe fordert nun eine offizielle Entschuldigung durch den Bundesrat.

«Entsetzt» habe die Schweizer Flüchtlingshilfe (SFH) auf den Beitrag von der SRF-Sendung «10vor10» am Mittwochabend reagiert. Dieser Vorgang zeige «mit aller Deutlichkeit die Unmenschlichkeit der ‹Festung Europa›», sagte Flüchtlingshilfe-Sprecher Stefan Frey zu einer Mitteilung der SFH vom Donnerstag.

«Asylbürokratische Verfahren aussetzen»

«Die SFH fordert nicht nur eine lückenlose Aufklärung des Falles, sondern auch eine offizielle Entschuldigung des Bundesrates gegenüber der leidgeprüften Familie», sagte Frey.

Die SFH verlangt darüber hinaus eine klare gesetzliche Regelung für «offensichtlich verletzliche Personen und ihre Begleitung, die in der Schweiz aufgegriffen werden». «Asylbürokratische Verfahren sollten solange ausgesetzt werden, bis die betroffene Person ausser Gefahr ist», schlägt SFH-Sprecher Frey vor.

Das Schweizerische Grenzwachtkorps hat mittlerweile eine interne Untersuchung eingeleitet. Erste Erkenntnisse sind für «Ende der Woche» angekündigt, so Grenzwachtkorps-Chef Jürg Noth in der SRF-Sendung «10vor10» vom Mittwoch.

(SDA)

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