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Toggulecher und Cholera

Was keltische Gotteszwerge mit dem Walliser Dialekt zu tun haben und warum heute vermehrt gedusselt wird: Die Binntaler «Sprach- und Erlebniswoche» bietet Auswärtigen eine Annäherung ans «Wallissertitsch».

Reich sprudelt der Wortschatz aus dem Wasserbau: Suonen bringen Gletscherwasser auf die Weiden.
Reich sprudelt der Wortschatz aus dem Wasserbau: Suonen bringen Gletscherwasser auf die Weiden.
Gaetan Bally, Keystone

Wenn einer, der – mit Mühe kaum – gekrochen ist ambrüff, ambri, schon Wallissertitsch zu können meint, dann irrt sich der (ebenso sehr wie jener, der bei Wilhelm Busch auf einen Baum kroch und sich für einen Vogel hielt). Natürlich gehört zum deutschen Dialekt – oder besser zu den Dialekten – des Oberwallis viel mehr als «hinauf» und «hinunter», und doch kommt es nicht von ungefähr, dass Besucher bald auf diese Wörter stossen. Dies nur schon deshalb, weil es hier in den Bergen eben oft ambrüff und ambri geht, oder je nach Ort auch embrüf, imbriin (und weitere Varianten). Die Richtungsangaben fallen aber auch deshalb auf, weil sie einem die Ohren öffnen für ein Idiom, dessen Vielfalt ihresgleichen sucht.

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