Zum Hauptinhalt springen

So funktioniert die Therapie psychisch kranker Straftäter

In der Schweiz absolvieren über 900 psychisch kranke Straftäter eine stationäre Therapie – auch Tanja H. und Martha M. Was bringt die Massnahme?

Seit März 2009 bewohnt Tanja H. ihre Zelle in der Justizvollzugsanstalt Hindelbank. Sie arbeitet täglich sieben Stunden in der Stoffwerkstatt. Bild: Urs Jaudas
Seit März 2009 bewohnt Tanja H. ihre Zelle in der Justizvollzugsanstalt Hindelbank. Sie arbeitet täglich sieben Stunden in der Stoffwerkstatt. Bild: Urs Jaudas

«Wie alt sind Sie?», fragt sie beim Treffen als Erstes. Dann: «Haben Sie ein Haustier?» Und: «Schade. Wieso nicht?» Sie hat drei Degus, die sie als Mischung zwischen Ratte und Eichhörnchen beschreibt, davor hatte sie zwei Mäuse, noch davor zwei Ratten und ganz am Anfang eine Katze. Die Tiere, die kommen und dann irgendwann sterben, sie zeigen, wie die Zeit im Gefängnis vergeht. Für Tanja H. ist es das zehnte Jahr in der Justizvollzugsanstalt Hindelbank. Oder das zwölfte Jahr, je nachdem, ob man ihre erste Inhaftierung mitzählt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.